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Löwenzahn (Taraxacum officinale)

Löwenzahn

© kraeuterneli

Löwenzahn wird traditionell zur Unterstützung von Leber und Niere verwendet. Er wirkt entgiftend, harntreibend und regt die Verdauung an. Besonders die Blätter enthalten Bitterstoffe, die den Gallenfluss fördern. Die Wurzel wird gerne als Lebertonikum eingesetzt. Zudem wird Löwenzahn bei Verdauungsbeschwerden, Blasenentzündungen und Appetitlosigkeit genutzt.

Was ist Löwenzahn?

Der Löwenzahn (Taraxacum officinale) ist eine weit verbreitete heimische Wild- und Heilpflanze aus der Familie der Korbblütler (Asteraceae). Er wächst auf Wiesen, Weiden, an Wegen und in Gärten. Trotz seines Rufes als „Unkraut“ ist Löwenzahn eine sehr wertvolle Heil- und Küchenpflanze. Verwendet werden Blätter, Blüten und die Wurzel.

Merkmale des Löwenzahns

  • mehrjährige, krautige Pflanze
  • wächst in einer grundständigen Blattrosette
  • tief gezähnte, längliche Blätter
  • hohler Stängel mit weißem Milchsaft
  • leuchtend gelbe Blütenköpfe
  • Blütezeit: April – Juni
  • Fruchtstand als Pusteblume bekannt

Steckbrief

  • Botanischer Name: Taraxacum officinale
  • Pflanzenart: Mehrjährige Wildpflanze
  • Familie: Korbblütler (Asteraceae)
  • Wuchshöhe: 10–30 cm
  • Blütezeit: März bis Juni
  • Standort: Wiesen, Wegränder, Gärten, sonnig bis halbschattig
  • Erntezeit: Frühjahr bis Sommer (Blätter, Blüten), Herbst (Wurzel)
  • Blätter: Tief gezähnt, meist grundständig, leicht bitter, jung zarter Geschmack
  • Blüten: Leuchtend gelb, einzeln an Stängeln, öffnen sich tagsüber
  • Verwendung: Heilpflanze (Blätter, Wurzel), Speisepflanze (Blätter, Blüten, Wurzel), Kaffeeersatz aus gerösteter Wurzel
  • Besonderheiten: Samenstände sind flauschig und werden vom Wind verbreitet („Pusteblume“); enthält Bitterstoffe und Inulin; sehr anpassungsfähig und weit verbreitet

Heilkunde Löwenzahn (Taraxacum officinale)

Der Löwenzahn ist nicht nur bekannt, weil er überall wächst, sondern auch beliebt, weil er Leber und Verdauung unterstützt, indem er Bitterstoffe liefert, die anregen, während er zugleich entwässert, obwohl viele ihn nur für ein gewöhnliches Unkraut halten.

Inhaltsstoffe

  • Bitterstoffe
  • Flavonoide
  • Gerbstoffe
  • Inulin (v. a. in der Wurzel)
  • Kalium
  • Vitamine (A, C)

Wirkung

Löwenzahn wirkt in der Pflanzenheilkunde:

  • verdauungsfördernd
  • gallenanregend
  • harntreibend
  • stoffwechselanregend
  • unterstützend bei Leber- und Gallenbeschwerden

Ernte

  • Blätter: Frühjahr (jung und zart)
  • Blüten: während der Blütezeit
  • Wurzeln: Herbst oder zeitiges Frühjahr
  • nur saubere, unbelastete Standorte wählen

Verarbeitung

  • Frisch: Blätter für Salate, Kräuterquark
  • Tee: aus Blättern oder Wurzel
  • Sirup/Honig: aus den Blüten
  • Kaffeeersatz: geröstete Wurzeln
  • Trocknen: für Tee und Vorrat

Connys Tipps für die Hausapotheke

  • Frischer Löwenzahnsaft: Bei kleinen Hautproblemen (z.B. Insektenstiche, Ekzeme) direkt auf die betroffene Stelle tupfen – wirkt kühlend und entzündungshemmend.
  • Löwenzahn-Tee-Kur: 2-3 Tassen täglich über 3-4 Wochen trinken, um Leber und Nieren sanft zu entgiften.
  • Löwenzahn-Wurzel-Kaffee: Geröstete Wurzel als koffeinfreier Ersatz für Kaffee – gut bei Verdauungsproblemen und als Entgiftungsunterstützung.
  • Blätter im Salat: Frisch und jung in den Salat mischen – stärkt die Verdauung und bringt wichtige Vitamine.
  • Trocknen & Aufbewahren: Blätter und Wurzeln an einem dunklen, trockenen Ort lagern, so behält das Kraut seine Wirkung lange.

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In der Küche Würzig & Fein

Die Geschmacksbeschreibung von Löwenzahn (Taraxacum officinale) hängt stark davon ab, welcher Teil der Pflanze verwendet wird und zu welchem Zeitpunkt im Jahresverlauf:

Blätter (besonders junge Blätter)

  • Geschmack: herb, leicht bitter, pfeffrig, erinnert an Rucola oder Chicorée
  • Frühling (junge Blätter): milder und zarter
  • Später im Jahr: deutlich bitterer durch höheren Gehalt an Bitterstoffen

Blüten

  • Geschmack: mild, leicht süßlich, honigartig, blumig
  • Besonders aromatisch bei Sonnenschein geerntet

Wurzel

  • Geschmack: erdig, nussig, leicht süßlich und bitter, etwas wie Chicorée oder Kaffee
  • Geröstet: entwickelt kaffeeähnliches Aroma

Fazit

Löwenzahn ist insgesamt herb-bitter mit einer nussig-erdigen und gelegentlich süßlichen Note – je nachdem, welcher Teil und welche Zubereitung. Die Bitterkeit ist charakteristisch und gesundheitsfördernd (wirkt verdauungsanregend und leberstärkend).

Conny’s Küchentipps

Löwenzahnsalat

Zutaten: Junge Blätter, gekochte Kartoffeln, Zwiebel, Essig, Öl, Senf, Honig, Salz, Pfeffer
Zubereitung: Alles vermengen, 10 Min. ziehen lassen.

Löwenzahnhonig (vegan)

Zutaten: 100 g Blüten, 500 ml Wasser, 1 Zitrone, 500 g Zucker
Zubereitung: Blüten + Zitrone 15 Min. köcheln, über Nacht ziehen lassen, abseihen, mit Zucker einkochen.

Löwenzahnkaffee

Zutaten: Wurzeln
Zubereitung: Reinigen, klein schneiden, trocknen, rösten, mahlen, wie Kaffee aufbrühen.

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