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Malve (Malva sylvestris)

Malve

© kraeuterneli

Malve (Malva sylvestris), das ist für mich wie ein zartes Versprechen von Schutz und Sanftheit. Ihre großen Blüten leuchten nicht nur im Garten, sondern auch in der Hausapotheke. Ich schätze sie besonders bei Reizhusten, empfindlicher Haut und als Tee am Abend.

Was ist Malve?

Die Malve (Malva sylvestris) ist eine mehrjährige Wild- und Heilpflanze aus der Familie der Malvengewächse (Malvaceae). Sie wächst auf Wiesen, an Wegrändern und in Gärten. Bekannt ist sie für ihre violetten Blüten und die schleimstoffreichen Blätter, die traditionell in der Heilkunde und Küche verwendet werden.

Merkmale der Malve

  • mehrjährige, krautige Pflanze
  • aufrechter Stängel, oft leicht behaart
  • runde bis nierenförmige Blätter mit gezahnten Rändern
  • große, violette bis purpurne Blüten mit dunklen Adern
  • Blütezeit: Juni – September
  • Wuchshöhe: ca. 50 – 150 cm
  • Schleimstoffreiche Blätter

Steckbrief

  • Botanischer Name: Malva sylvestris (Wilde Malve)
  • Familie: Malvengewächse (Malvaceae)
  • Wuchsform: Zweijährige bis mehrjährige Staude
  • Höhe: 30–120 cm
  • Blätter: Rundlich, gelappt, weich behaart
  • Blüte: Rosa bis violett mit dunkler Aderung von Juni bis September
  • Standort: Sonnig bis halbschattig
  • Boden: Durchlässig, nährstoffreich
  • Besonderheiten: Enthält reichlich Schleimstoffe und wirkt reizlindernd
  • Verwendung: Blätter und Blüten sind für Tee, Hausmittel, Kosmetik & Küche

Heilkunde

Malve ist ein bewährtes Schleimhaut-Heilkraut. Ihre Schleimstoffe legen sich wie ein schützender Film über entzündetes Gewebe besonders im Hals, Magen oder auf der Haut.

Inhaltsstoffe

  • Schleimstoffe
  • Flavonoide
  • Gerbstoffe
  • Vitamine (C, A, E)
  • Mineralstoffe

Wirkung

Malve wirkt in der Pflanzenheilkunde:

  • reizlindernd auf Schleimhäute
  • hustenlösend
  • entzündungshemmend
  • harntreibend
  • unterstützt die Wundheilung

Ernte

  • Blätter und Blüten: während der Blütezeit
  • nur gesunde Pflanzenteile sammeln
  • frisch oder schonend trocknen

Hinweis: Malve ist sehr gut verträglich und wird auch bei Kindern eingesetzt.

Conny-Tipp für die Hausapotheke:

  • Malventee (Kaltauszug!): 1 TL getrocknete Blüten mit kaltem Wasser übergießen, 6–8 Std. ziehen lassen. Sanft bei Reizhusten, Heiserkeit, Halsschmerzen.
  • Malvenblätter-Wickel: Bei Hautreizungen, Insektenstichen oder leichter Entzündung. Gekochte Blätter abkühlen lassen und auflegen.
  • Malvenbad: Blüten in heißem Wasser ausziehen und ins Badewasser geben. Verwendbar bei trockener, gereizter Haut.
  • Augenkompresse: Kalter Tee als sanfte Auflage bei müden oder geröteten Augen.

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In der Küche: Zart, farbenfroh & gesund

Malve bringt nicht nur Farbe, sondern auch eine milde, schleimige Textur, die man besonders in Wildkräutergerichten schätzen kann. Auch ideal für sanfte Magenkost.

Conny-Tipps aus der Küche:

  • Blüten im Salat: Die violetten Blüten sind essbar & dekorativ und natürlich hübsch in Wildkräutersalaten.
  • Kräuterbutter: Fein gehackte Blüten in Butter geben.
  • Malvensuppe: Blätter in Gemüsebrühe geben, das wirkt schleimlösend und ist wohltuend bei Magenbeschwerden.
  • Malventeig: Blüten in Pfannkuchenteig einbacken. Einfach lecker!
  • Naturkosmetik: Malvenwasser für DIY-Gesichtstonikum (sanft bei trockener Haut).

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