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Breitwegerich (Plantago major)

Breitwegerich

© kraeuterneli

Der Breitwegerich (Plantago major) gehört zu den bekanntesten heimischen Wildpflanzen und doch wird er oft übersehen. Dabei steckt in dieser unscheinbaren Pflanze eine große Heilkraft. Als typischer „Trittpflanzenbewohner“ wächst er auf Wegen, Wiesen, in Parks und sogar zwischen Pflastersteinen, also immer dort, wo der Boden verdichtet ist.

Was ist Breitwegerich?

  • Breitwegerich ist eine heimische Heilpflanze und zählt zu den Wegericharten (Gattung Plantago)
  • Gehört zur Familie der Plantaginaceae (Wegerichgewächse)
  • Wächst auf Wiesen, an Wegen, auf Rasenflächen und auf Lichtungen
  • Sehr robust, tritt oft als Unkraut auf, ist aber ess- und heilbar
  • Bekannt für seine heilenden Blätter, die äußerlich und innerlich verwendet werden

Merkmale des Breitwegerichs

  • mehrjährige, krautige Pflanze
  • wächst in Rosettenform am Boden
  • Blätter: breit, oval bis eiförmig, auffällige Paralleladern
  • Blattränder: glatt oder leicht gewellt
  • Stängel: aufrecht, bis 30–50 cm, trägt Blütenähren
  • Blüten: klein, grünlich-weiß, in länglichen Ähren
  • Blütezeit: Mai – September
  • Pflanzensaft leicht schleimig, wirkt beruhigend

Steckbrief

  • Botanischer Name: Plantago major
  • Pflanzenart: Mehrjährige, krautige Pflanze
  • Familie: Wegerichgewächse (Plantaginaceae)
  • Wuchshöhe: 5 bis 30 cm
  • Blütezeit: Mai bis Oktober
  • Standort: Bevorzugt festgetretene, verdichtete Böden; Wege, Wiesen, Wegränder
  • Erntezeit: Junge Blätter ab Frühling, Blüten und Samen im Sommer
  • Blätter: Breit, eiförmig, mit markanten Längsadern, in Bodennähe rosettenförmig angeordnet
  • Blüten: Unscheinbare Ähren an aufrechten Stängeln, grünlich bis bräunlich
  • Verwendung:
    • Junge Blätter als Wildgemüse, für Salate, Smoothies oder Kräuterbutter
    • Frische Blätter äußerlich bei Stichen, Wunden oder Hautreizungen
    • Innerlich als Tee bei Husten, Magenbeschwerden oder Entzündungen
  • Heilkunde:
    • Reizlindernd, entzündungshemmend, zusammenziehend (gerbstoffreich)
    • Traditionell bei Husten, Insektenstichen, kleinen Wunden und Hautreizungen
    • Unterstützt die Wundheilung und wirkt antibakteriell
  • Besonderheiten:
    • Typischer „Trittpflanzenbewohner“ – wächst dort, wo andere Pflanzen verschwinden
    • Auch als „Wegbegleiter“ bekannt – stark und anpassungsfähig
    • Alte Heilpflanze der Volksmedizin mit vielseitiger Anwendung

Heilkunde

Der Breitwegerich (Plantago major) ist eine der ältesten und vielseitigsten Heilpflanzen Mitteleuropas. Schon in der Volksmedizin wurde er als „Wegerich“, der „König des Weges“ , verehrt. Besonders bei kleinen Verletzungen, Hautreizungen und Atemwegsbeschwerden zeigt er seine heilende Wirkung.

Wundheiler am Wegesrand
Breitwegerich enthält wertvolle Inhaltsstoffe wie Schleimstoffe, Gerbstoffe, Flavonoide und Kieselsäure. Diese wirken entzündungshemmend, reizlindernd, antibakteriell und leicht zusammenziehend. Bei Insektenstichen, Schürfwunden oder Brennnesselkontakt genügt es oft, ein frisches Blatt zu zerdrücken und auf die betroffene Stelle zu legen, so das der Schmerz lässt nach und die Schwellung und Rötung gehen zurück.

Tee bei Husten und Reizung der Atemwege
Innerlich wird Breitwegerich traditionell als Tee angewendet, besonders bei Reizhusten, Heiserkeit, Bronchitis oder Entzündungen im Mund- und Rachenraum. Die enthaltenen Schleimstoffe legen sich schützend auf gereizte Schleimhäute und fördern die Heilung. Auch bei Magen-Darm-Beschwerden kann der Tee unterstützend wirken.

Getrocknete Breitwegerichblätter*

Breitwegerich in der Küche

Was viele nicht wissen: Der unscheinbare Breitwegerich ist nicht nur heilkräftig, sondern auch kulinarisch interessant. Vor allem die jungen, zarten Blätter lassen sich hervorragend in der Wildkräuterküche verwenden. Sie schmecken leicht herb, etwas pilzartig und erinnern entfernt an Spinat und sind ein echter Geheimtipp für naturnahe Gerichte.

Verwendung in der Küche:

  • Roh: Feingeschnitten in Salaten, Kräuterquark oder auf Butterbroten
  • Gedünstet: Wie Spinat oder Mangold in Gemüsepfannen und Suppen
  • In Wildkräuterbutter: Zusammen mit Giersch, Löwenzahn oder Knoblauchsrauke
  • Samen: Die kleinen Samenkörner können getrocknet und geröstet als Topping verwendet werden

Tipp: Die jungen Blätter schmecken am besten im Frühjahr und Frühsommer. Für den Vorrat lassen sie sich auch trocknen oder einfrieren.

Breitwegerich Tee Bio*

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