Kurz und gut
Botanischer Name
Ruta graveolens
Familie
Rautengewächse (Rutaceae)
Profil
aromatische Gartenpflanze mit phototoxischem Pflanzensaft
Besonders bekannt für: Klostergärten, starken Duft und Risiken bei Hautkontakt
Beim Gärtnern
Trage Handschuhe, wenn du Weinraute schneidest. Pflanzensaft kann zusammen mit Sonnenlicht Blasen auf der Haut auslösen.
Weinraute ist für mich eines dieser alten Kräuter, die Respekt verlangen. Sie trägt viel Geschichte in sich, ist aber nichts für unbedachte Alltagsanwendung.
Achtung:
Die Blätter enthalten Furanocumarine. Nach Hautkontakt und Sonnenlicht drohen Rötung, Blasen und bleibende Verfärbungen. In höheren Dosen ist Weinraute giftig, in der Schwangerschaft tabu.
Die Weinraute, auch Raute oder Gartenraute genannt, ist eine alte Heil- und Gewürzpflanze aus dem Mittelmeerraum. Schon im Altertum war sie als Schutz- und Zauberkraut bekannt und wurde später in Kloster- und Bauerngärten kultiviert.
Typisch sind der kräftige aromatische Geruch, blaugrüne gefiederte Blätter, kleine gelbe Blüten und ihr bitterer Geschmack. Heute wird sie nur noch vorsichtig verwendet.
Zusammenfassung: Weinraute wurde früher als Gewürz und in der Volksheilkunde genutzt. Heute ist vor allem die Vorsicht beim Umgang mit der Pflanze wichtig. Für eine Behandlung von Krämpfen, Verdauungsbeschwerden oder Prellungen gibt es keine gesicherte Anwendung.
Ihr Saft kann nach Kontakt mit Sonnenlicht die Haut stark reizen. Deshalb gehören frische Blätter nicht auf die Haut. Auch die Einnahme als Tee, Tinktur oder selbst hergestellter Extrakt ist wegen der möglichen Giftigkeit keine geeignete Selbstbehandlung.
Im Garten ist die Weinraute eine Pflanze mit blaugrünen Blättern und gelben Blüten. Bei Ernte oder Rückschnitt schützen Handschuhe vor Hautkontakt.
Bei der Weinraute werden vor allem die Blätter genutzt. Sie sind sehr aromatisch, aber auch stark in Wirkung und Geschmack, weshalb sie nur sparsam geerntet und eingesetzt werden.
Verwendete Pflanzenteile
- Blätter
Botanische und volkstümliche Namen
- Botanischer Name: Ruta graveolens
- Familie: Rautengewächse (Rutaceae)
- Häufige Namen: Raute, Gartenraute
- Wuchsform: immergrüner Halbstrauch
Die Weinraute enthält unter anderem ätherische Öle und Furanocumarine. Letztere können zusammen mit UV-Licht Hautreaktionen mit Rötungen, Blasen und Verfärbungen auslösen.
Die frühere Verwendung bei Verdauungsbeschwerden oder als Schutzkraut ist Teil ihrer Geschichte. Daraus lässt sich keine sichere medizinische oder kulinarische Dosierung ableiten.
Weinraute ist für Selbstversuche ungeeignet. Besonders gefährlich sind konzentrierte Zubereitungen und die Einnahme in der Schwangerschaft.
- Beim Ernten oder Schneiden Handschuhe tragen und den Kontakt der Haut mit Sonne vermeiden.
- Blätter, Pflanzensaft und selbst hergestellte Extrakte nicht zur Behandlung von Beschwerden verwenden.
- In der Schwangerschaft keine Zubereitungen aus Weinraute einnehmen.
- Nach versehentlicher Einnahme oder einer starken Hautreaktion medizinischen Rat einholen.
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Mutterkraut
Ein weiteres Bitterkraut aus der Volksheilkunde, das genauso genaue Dosierung verlangt.
Senf
Kräftiges Würz- und Reizkraut, das ebenfalls Respekt in der Anwendung verlangt.
Hinweis:
Inhalte dienen ausschließlich der Information und ersetzen keine medizinische Beratung.
Der Botanische Garten der Universität Rostock beschreibt die phototoxischen Furanocumarine der Weinraute. Das US-amerikanische Poison Control berichtet über schwere Vergiftungen nach der Einnahme, besonders im Zusammenhang mit Schwangerschaft. Info Flora belegt die botanische Einordnung. Diese Quellen belegen keine sichere Selbstbehandlung mit Weinraute.