Kurz und gut
Botanischer Name
Sinapis alba / Brassica juncea / Brassica nigra
Familie
Kreuzblütler (Brassicaceae)
Profil
verdauungsfördernd, durchblutungsfördernd, antibakteriell, wärmend
Besonders bekannt für: Senfkörner, Wickel, Verdauung und scharfe Würzküche
Schnellanwendung
In der Küche: Senfkörner sparsam in Soßen oder Marinaden verwenden.
Wichtig: Senfwickel können die Haut schwer schädigen und gehören nicht in eine schnelle Selbstanwendung.
Senf ist für mich eines der ältesten Kräuter zwischen Gewürzregal und Hausapotheke. Seine Schärfe kommt von Senfölen, die auch Haut und Schleimhäute reizen können.
Achtung:
Senfwickel können Blasen, schlecht heilende Geschwüre und Gewebeschäden verursachen. Bei Nierenerkrankungen, in Schwangerschaft und Stillzeit sowie bei Kindern unter sechs Jahren nicht anwenden.
Senf gehört zu den ältesten Kulturpflanzen der Welt und wird sowohl als Gewürz als auch als Heilpflanze geschätzt. Genutzt werden verschiedene Arten aus den Gattungen Sinapis und Brassica.
Typisch sind längliche leicht gezähnte Blätter, gelbe vierzählige Blüten und Schoten, in denen die bekannten Senfkörner heranreifen. Besonders verbreitet sind weißer, brauner und schwarzer Senf.
Zusammenfassung: Senf wird als Gewürz gegessen. In der Volksheilkunde wurden Wickel und Pflaster verwendet. Wegen schwerer Hautschäden eignen sie sich nicht zur schnellen Selbstbehandlung.
Seine Schärfe entsteht aus Senfölglykosiden. Dieselben Stoffe können Haut und Schleimhäute stark reizen.
Klassische Anwendungen
- Senfkörner als Gewürz
- Senfpaste zu Gemüse und herzhaften Gerichten
- historisch Senfwickel bei Beschwerden der Atemwege und Muskeln, heute wegen des Verletzungsrisikos nur nach fachlicher Anleitung
Weitere Einsatzmöglichkeiten
- Senfpaste aus Mehl, Essig, Salz und Gewürzen
- Senföl durch Kaltpressung
- junge Blätter als würziges Wildgrün ähnlich wie Rucola
- Vinaigrettes, Grillsoßen und Einlegegemüse
Bei Senf werden vor allem die Samen genutzt, aus denen Gewürz, Senfmehl und Öl entstehen. Auch junge Blätter sind essbar und werden in der Kräuterküche verwendet.
Verwendete Pflanzenteile
- Samen
- Blätter
- Öl
Botanische und volkstümliche Namen
- Botanische Namen: Sinapis alba, Brassica juncea, Brassica nigra
- Familie: Kreuzblütler (Brassicaceae)
- Arten: weißer, brauner und schwarzer Senf
- Wuchsform: einjährige krautige Pflanzen
Senf enthält scharfe und wärmende Pflanzenstoffe, die seine Rolle als Gewürz- und Hausmittelpflanze seit Jahrhunderten erklären.
Wichtige Inhaltsstoffgruppen
- Senfölglykoside
- ätherische Öle
- fette Öle
- Enzyme
- Mineralstoffe
Traditionelle Verwendung
Früher wurden Senfsamen auch für Wickel bei Beschwerden der Atemwege und Muskeln verwendet. Das Arzneipflanzen-Lexikon warnt dabei ausdrücklich vor schweren Hautschäden. In der Küche bleibt Senf vor allem ein scharfes Gewürz.
Die Schärfe von Senf reizt Haut und Schleimhäute. Bei Wickeln kann die Reizung in Verbrennungen und schlecht heilende Wunden übergehen.
- Senfwickel bei Nierenerkrankungen nicht anwenden
- Keine Wickel auf eigene Faust anlegen. Auch kurze Anwendungen können empfindliche Haut schädigen
- Bei Magenempfindlichkeit innerlich sparsam dosieren
- Bei Kindern unter sechs Jahren, in Schwangerschaft und Stillzeit keine Senfwickel anwenden
Hinweis:
Traditionelle Anwendungen beruhen auf Erfahrung und ersetzen keine medizinische Diagnose oder Behandlung.
Reines Senföl
Nur entsprechend der Kennzeichnung verwenden. Senföl ist nicht automatisch als Speiseöl geeignet.
Senfmehl braun/schwarz
Senfmehl für würzige Gerichte. Wegen Hautschäden nicht für selbst gemachte Wickel verwenden.
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Hinweis:
Inhalte dienen ausschließlich der Information und ersetzen keine medizinische Beratung.
Für Senf gibt es keine Monografie der Europäischen Arzneimittel-Agentur. Das Arzneipflanzen-Lexikon nennt für Senfwickel Gegenanzeigen bei Nierenerkrankungen, Schwangerschaft, Stillzeit und Kindern unter sechs Jahren. Es warnt auch vor schweren Hautschäden.