Das Gänseblümchen (Bellis perennis), auch Tausendschön genannt, ist eine der bekanntesten und beliebtesten Wiesenblumen in Europa. Es ist fast das ganze Jahr über zu finden und erfreut nicht nur das Auge, sondern wurde seit jeher auch als Heil- und Küchenpflanze genutzt.
Was ist das Gänseblümchen?
Das Gänseblümchen ist eine weit verbreitete heimische Wild- und Heilpflanze, die auf Wiesen, Rasenflächen und Wegrändern wächst. Es ist sehr robust und blüht fast das ganze Jahr über. Schon seit dem Mittelalter wird das Gänseblümchen in der Volksheilkunde genutzt und gilt als sanfte Heilpflanze.
Merkmale des Gänseblümchens
- mehrjährige, krautige Pflanze
- niedriger Wuchs
- rosettenförmig angeordnete Blätter
- weiße Blüten mit gelber Mitte
- Blüten schließen sich nachts und bei Regen
- sehr widerstandsfähig
Steckbrief
Botanischer Name: Bellis perennis
Pflanzenart: Ausdauernde, krautige Pflanze
Familie: Korbblütler (Asteraceae)
Wuchshöhe: 5 – 15 cm
Blütezeit: März bis November, oft fast ganzjährig
Standort: Sonnig bis halbschattig, auf Wiesen, Rasenflächen, Wegrändern, liebt nährstoffreiche Böden
Erntezeit: Blätter: ganzjährig, Blüten: Frühling bis Sommer, Knospen: Frühjahr
Blätter: Rosettenartig angeordnet, spatelförmig, mild-nussig im Geschmack
Blüte: Weiße Zungenblüten mit gelber Mitte, oft rosa überhaucht, schließen sich bei Regen und Dunkelheit
Verwendung: Junge Blätter für Salate, Smoothies, Kräuterquark; Blüten als essbare Deko; Knospen als „Wiesenkapern“
Heilkunde: Blutreinigend, stoffwechselanregend, lindernd bei Husten und Erkältungen, hilfreich bei Hautproblemen und Prellungen
Besonderheiten: Symbol für Reinheit und Lebenskraft, eine der robustesten Wildpflanzen, blüht fast das ganze Jahr
Gänseblümchen in der Heilkunde
Das Gänseblümchen ist eine milde Heilpflanze, die auch für Kinder geeignet ist. Es wird innerlich und äußerlich angewendet.
Verwendete Pflanzenteile:
- Blüten
- Blätter
Inhaltsstoffe und Wirkung
Wichtige Inhaltsstoffe:
- Saponine
- Flavonoide
- Gerbstoffe
- Bitterstoffe
- ätherische Öle
Wirkung:
- entzündungshemmend
- schleimlösend
- wundheilend
- blutreinigend
Ernte und Verarbeitung
Ernte:
- bei trockenem Wetter sammeln
- junge, frische Pflanzen bevorzugen
Verarbeitung:
- frisch für Salate
- Trocknen für Tee
- Herstellung von Salben und Tinkturen
Heilkunde
Das Gänseblümchen ist seit Jahrhunderten ein Volksheilmittel und findet bis heute Anwendung:
- Blutreinigung & Frühjahrskur: Die Pflanze wird traditionell im Frühjahr genutzt, um den Stoffwechsel anzuregen und den Körper zu entgiften.
- Atemwege: Ein Tee aus Blüten wirkt lindernd bei Husten, Heiserkeit und Erkältungen.
- Verdauung & Leber: Unterstützt Magen, Galle und Leberfunktionen.
- Haut & Wunden: Äußerlich als Umschlag oder Tinktur bei Hautverletzungen, Prellungen und Ausschlägen.
- Sanftes Frauenkraut: In der Naturheilkunde manchmal begleitend bei Menstruationsbeschwerden eingesetzt.
In der Küche
Das Gänseblümchen ist essbar und eine wunderbare Zutat in der Frühlingsküche:
- Blätter: Junge Rosettenblätter frisch in Salaten oder Smoothies.
- Blüten: Als essbare Dekoration für Suppen, Salate, Desserts oder Butterbrote.
- Knospen: Können wie Kapern eingelegt werden („Wiesenkapern“), eine besondere Delikatesse.
- Kräuterbutter: Gänseblümchenblüten mit etwas Salz und Butter vermischt ergeben eine bunte Frühlingsbutter.