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Heilkräuter-Steckbriefe

Eiche (Quercus robur)

Ein Teelöffel Rinde von der Eiche, zehn Minuten gekocht, ergibt einen Sud zum Gurgeln. Die Gerbstoffe wirken zusammenziehend. Innerlich nur drei Tage.

Inhalt

Artikelinhalt

Kurz und gut

Botanischer Name

Quercus robur

Familie

Buchengewächse

Profil

zusammenziehend, entzündungshemmend, stärkend


Besonders bekannt für: Eichenrinde bei Durchfall, Hautentzündungen und Mundproblemen


Schnellanwendung
Tee: 1 TL getrocknete Eichenrinde · 200 ml Wasser · 10 Minuten leicht köcheln lassen.
Tipp: Der abgekühlte Sud eignet sich auch sehr gut zum Gurgeln bei Entzündungen im Mund- und Rachenraum.


Die Eiche gehört zu den mächtigsten Bäumen Europas und steht seit Jahrhunderten für Stärke und Beständigkeit. In der Pflanzenheilkunde wird vor allem ihre Rinde geschätzt, die reich an Gerbstoffen ist und eine stark zusammenziehende Wirkung besitzt.

Achtung:
Eichenrinde ist für Kinder und Jugendliche unter achtzehn Jahren nicht vorgesehen. Innerlich höchstens drei Tage am Stück, äußerlich höchstens eine Woche.

Die Eiche ist ein großer, langlebiger Laubbaum aus der Familie der Buchengewächse. Sie kann mehrere hundert Jahre alt werden und bildet eine breite, ausladende Krone.

Typisch sind ihre tief gelappten Blätter, die kräftige Borke und die charakteristischen Früchte, die Eicheln. Die Pflanze wächst langsam, ist jedoch äußerst widerstandsfähig gegen Wind, Wetter und Trockenheit.

In der Pflanzenheilkunde werden vor allem Rinde, Blätter und Eicheln genutzt.

Zusammenfassung: Eichenrinde wird traditionell bei Durchfall, Hautentzündungen und Schleimhautproblemen eingesetzt.


Die enthaltenen Gerbstoffe wirken stark zusammenziehend und entzündungshemmend. Dadurch können sie gereizte Haut oder Schleimhäute beruhigen.

Klassische Anwendungen

  • Durchfall
  • Entzündungen der Haut
  • Ekzeme
  • Hämorrhoiden
  • Entzündungen im Mund- und Rachenraum
  • starkes Schwitzen

Zubereitung als Tee

  • 1 TL getrocknete Eichenrinde
  • mit 200 ml Wasser übergießen
  • 10 Minuten leicht köcheln lassen
  • anschließend abseihen

Anwendungshäufigkeit

1 bis 2 Tassen täglich bei Bedarf.

Dauer der Anwendung

Innerlich höchstens drei Tage, äußerlich als Spülung oder Umschlag höchstens eine Woche.

Weitere Einsatzmöglichkeiten

  • Gurgellösung bei Mund- und Rachenentzündungen
  • Sitzbäder bei Hämorrhoiden
  • Umschläge bei Hautentzündungen
  • Fußbäder gegen starkes Schwitzen

Bei der Eiche werden mehrere Pflanzenteile genutzt, besonders die Rinde.

Verwendete Pflanzenteile

  • Rinde – klassisch für Heilzwecke
  • Blätter – gelegentlich verwendet
  • Eicheln – traditionell als Nahrung genutzt

Botanische und volkstümliche Namen

  • Botanischer Name: Quercus robur
  • Familie: Buchengewächse
  • Häufige Bezeichnungen: Eiche, Stieleiche

Verwechslung möglich?

Die Stieleiche kann mit anderen Eichenarten verwechselt werden, etwa mit der Traubeneiche. Für die Nutzung der Rinde spielt dies meist keine große Rolle.

Die heilende Wirkung der Eiche beruht vor allem auf ihrem hohen Gehalt an Gerbstoffen.

Wichtige Inhaltsstoffgruppen

  • Gerbstoffe
  • Flavonoide
  • Bitterstoffe
  • Triterpene
  • Phenolsäuren

Traditionelle Verwendung

In der Volksheilkunde wurde Eichenrinde bei Durchfall, Hautproblemen und Entzündungen eingesetzt. Besonders als Gurgellösung oder Badezusatz fand sie häufig Anwendung.

Eichenrinde gilt bei richtiger Anwendung als wirksam. Dennoch sollten einige Hinweise beachtet werden.

  • Für Kinder und Jugendliche unter achtzehn Jahren nicht empfohlen, dazu fehlen belastbare Daten
  • Innerlich höchstens drei Tage am Stück anwenden
  • Äußerlich als Spülung oder Umschlag höchstens eine Woche
  • Nicht als Badezusatz bei offenen Wunden, größeren Haut- oder Schleimhautverletzungen und bei Infektionen der Haut
  • Bei empfindlichem Magen vorsichtig verwenden
  • Wenn die Beschwerden bleiben, ärztlichen Rat einholen

Hinweis:
Traditionelle Anwendungen beruhen auf Erfahrung und ersetzen keine medizinische Diagnose oder Behandlung.

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Hinweis:
Inhalte dienen ausschließlich der Information und ersetzen keine medizinische Beratung.

Die Angaben zu Anwendung und Verträglichkeit stützen sich auf diese Quellen. Die Monografie der Europäischen Arzneimittel-Agentur beschreibt die Anwendung der Eichenrinde.

Weiterführend

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