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Heilkräuter-Steckbriefe

Haselnuss (Corylus avellana)

Die Haselnuss (Corylus avellana) ist einer der ältesten Wildsträucher Europas. Sie begleitet den Menschen seit der Steinzeit als Nahrungsquelle, Heilpflanze und Kultbaum. In vielen alten Traditionen steht sie für Fruchtbarkeit, Schutz, Weisheit und Lebenskraft.
Haselnuss, kleine, braune Nuss, knackig und gesund

© Kräuterneli

Bildautor

Cornelia Backhaus

Autor

Kräuterneli

Inhalt

Artikelinhalt

Kurz und gut

Botanischer Name

Corylus avellana

Familie

Birkengewächse

Profil

venenstärkend, durchblutungsfördernd, entzündungshemmend


Besonders bekannt für: nährstoffreiche Nüsse, Unterstützung der Gefäße, frühe Frühlingsblüte


Schnellanwendung
Tee: 1 TL getrocknete Haselblätter · 200 ml heißes Wasser · etwa 10 Minuten ziehen lassen.
Tipp: Haselblätter werden traditionell als Tee zur Unterstützung der Gefäße und bei schweren Beinen verwendet.


Die Haselnuss gehört zu den ältesten Kultur- und Wildpflanzen Europas. Schon in der Steinzeit nutzten Menschen ihre energiereichen Nüsse als Nahrung und schätzten den Strauch auch wegen seiner heilkundlichen Eigenschaften.

Hinweis:
Die Haselnuss ist eine wichtige frühe Pollenquelle für Bienen und andere Insekten.

Die Haselnuss ist ein mehrstämmiger Laubstrauch aus der Familie der Birkengewächse. Sie wächst bevorzugt an Waldrändern, Hecken und lichten Standorten.

Typisch sind ihre großen, rundlichen Blätter sowie die langen gelben Kätzchen, die bereits im Winter erscheinen. Diese männlichen Blüten zählen zu den frühesten Blüten des Jahres.

Im Spätsommer reifen die bekannten braunen Nüsse, die reich an wertvollen Nährstoffen sind.

Zusammenfassung: Haselblätter werden traditionell zur Unterstützung der Gefäße und des Kreislaufs verwendet.


In der Volksheilkunde werden vor allem die Blätter der Haselnuss genutzt. Sie werden als Tee oder Umschläge angewendet, um die Durchblutung zu fördern und die Gefäße zu stärken. Auch bei schweren Beinen oder Venenbeschwerden findet die Pflanze traditionell Verwendung.

Klassische Anwendungen

  • schwere Beine
  • Krampfadern
  • Durchblutungsstörungen
  • Hämorrhoiden
  • Frühjahrsmüdigkeit

Zubereitung als Tee

  • 1 TL getrocknete Haselblätter
  • mit 200 ml heißem Wasser übergießen
  • etwa 10 Minuten ziehen lassen
  • anschließend abseihen

Anwendungshäufigkeit

1 bis 2 Tassen täglich.

Dauer der Anwendung

Traditionell kurweise über 2 bis 4 Wochen, besonders bei Venenbeschwerden.

Weitere Einsatzmöglichkeiten

  • Umschläge bei Venenproblemen
  • Waschungen bei Hautentzündungen
  • Sitzbäder bei Hämorrhoiden

Mehrere Teile der Haselnuss werden genutzt.

Verwendete Pflanzenteile

  • Blätter
  • Nüsse
  • Kätzchen
  • Zweige

Botanische und volkstümliche Namen

  • Botanischer Name: Corylus avellana
  • Familie: Birkengewächse
  • Häufige Namen: Gewürzfenchel, Süßfenchel, Gartenfenchel

Verwechslung möglich?

Die Haselnuss ist durch ihre rundlichen Blätter und die charakteristischen Kätzchen gut erkennbar.

Die Haselnuss ist durch ihre rundlichen Blätter und die charakteristischen Kätzchen gut erkennbar.

Wichtige Inhaltsstoffgruppen

  • Flavonoide
  • Gerbstoffe
  • ätherische Öle
  • Fettöl (in den Nüssen)
  • Vitamin E
  • B-Vitamine
  • Mineralstoffe (Magnesium, Kalium, Eisen)

Traditionelle Verwendung

In der Volksheilkunde wurden Haselblätter bei Gefäßproblemen und zur Stärkung des Kreislaufs eingesetzt. Die Nüsse gelten außerdem als besonders energiereiches und nährstoffreiches Lebensmittel.

Die Haselnuss gilt grundsätzlich als gut verträglich.

  • bei Nussallergie nicht verwenden
  • bei anhaltenden Gefäßproblemen medizinischen Rat einholen

Hinweis:
Traditionelle Anwendungen beruhen auf Erfahrung und ersetzen keine ärztliche Diagnose oder Behandlung.

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Hinweis:
Inhalte dienen ausschließlich der Information und ersetzen keine medizinische Beratung.

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