Kurz und gut
Botanischer Name
Glechoma hederacea
Familie
Lippenblütler
Profil
aromatisches Wildkraut für kleine Mengen in der Küche
Besonders bekannt für: würzige Blätter und violette Blüten
Für die Küche
Einige junge Blätter geben Kräuterquark oder Salat eine kräftige Note. Sammle Gundermann nur, wenn du ihn sicher erkennst.
Gundermann gehört zu den alten Heilpflanzen der europäischen Volksmedizin. Das aromatische Wildkraut wurde früher auch als Hausmittel verwendet. Heute nutze ich es vor allem als würzige Zutat in kleinen Mengen.
Hinweis:
Gundermann ist als Küchenzutat in kleinen Mengen beschrieben. Eine Wirkung gegen Husten oder Wunden ist nicht belegt.
Gundermann, auch Gundelrebe genannt, ist eine mehrjährige Wildpflanze aus der Familie der Lippenblütler. Sie wächst kriechend am Boden und bildet dichte Teppiche auf Wiesen, in Gärten oder an Waldrändern.
Die Pflanze besitzt rundliche, gekerbte Blätter und kleine violett-blaue Blüten, die im Frühjahr erscheinen. Ihr würzig-harziger Duft ist typisch für viele Pflanzen aus der Familie der Lippenblütler.
Schon seit Jahrhunderten wird Gundermann sowohl als Heilpflanze als auch als Würzkraut genutzt.
Zusammenfassung: Gundermann ist ein aromatisches Wildkraut für die Küche. Seine frühere Verwendung bei Husten, Wunden oder für Frühjahrskuren ist überliefert, aber medizinisch nicht ausreichend belegt.
Frische Blätter können sparsam in Kräuterquark, Salat oder Kräutersalz verwendet werden. Das Bundeszentrum für Ernährung beschreibt Gundermann als würziges Küchenkraut.
Für Tee, Umschläge oder Kräuteröl als Behandlung gibt es keine gesicherte Dosierung. Bei Atemwegs- oder Hautbeschwerden solltest du dich nicht auf Gundermann als Hausmittel verlassen.
Dauer der Anwendung
Für Tee oder Umschläge als Behandlung gibt es keine Dauerempfehlung. Hält ein Husten länger als eine Woche an oder ist die Haut entzündet, hol ärztlichen Rat ein.
Beim Gundermann wird das gesamte oberirdische Kraut verwendet.
Verwendete Pflanzenteile
- Blätter
- junge Triebe
- Blüten
Botanische und volkstümliche Namen
- Botanischer Name: Glechoma hederacea
- Familie: Lippenblütler
- Häufige Namen: Gundelrebe, Erdefeu
Verwechslung möglich?
Der Gundermann ist durch seine rundlichen Blätter und kriechenden Triebe gut erkennbar.
Gundermann enthält unter anderem ätherisches Öl und Gerbstoffe. Daraus lässt sich keine schleimlösende oder wundheilende Wirkung beim Menschen ableiten.
Wichtige Inhaltsstoffgruppen
- ätherisches Öl
- Gerbstoffe der Lippenblütler
- Flavonoide
- Triterpencarbonsäuren
Traditionelle Verwendung
In der Volksheilkunde wird Gundermann bei leichten Erkältungen, Husten und Magen-Darm-Beschwerden verwendet, äußerlich als Bad bei Hautbeschwerden. Eine Monografie der EMA oder der Kommission E gibt es dazu nicht. In der Küche wird sie heute wegen ihres kräftigen Geschmacks geschätzt.
Verwende nur sicher bestimmte Pflanzen von unbelasteten Sammelplätzen. Der kräftige Geschmack spricht für kleine Mengen als Gewürz.
Für medizinische Anwendungen fehlen geeignete Untersuchungen. Für Schwangerschaft, Stillzeit und Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren gibt es keine ausreichenden Daten, deshalb dort keinen Gundermann als Tee oder Heilmittel verwenden. Größere Mengen können Magen und Darm reizen. Hält ein Husten länger als eine Woche an oder ist die Haut entzündet, hol ärztlichen Rat ein.
Hinweis:
Traditionelle Anwendungen beruhen auf Erfahrung und ersetzen keine medizinische Diagnose oder Behandlung.
Zu diesen Pflanzen findest du eigene Steckbriefe mit Merkmalen, Anwendung und Sicherheitshinweisen.
Spitzwegerich
Wildkraut, dessen Blätter traditionell als Hustentee verwendet werden.
Brennnessel
Junge Blätter als Wildgemüse, als Tee traditionell zur Durchspülung verwendet
Hinweis:
Inhalte dienen ausschließlich der Information und ersetzen keine medizinische Beratung.
Info Flora beschreibt die Art Glechoma hederacea. Das Bundeszentrum für Ernährung zeigt die Verwendung des Gundermanns in der Wildkräuterküche. Das Arzneipflanzenlexikon nennt Inhaltsstoffe und die volkstümliche Verwendung und rät in Schwangerschaft, Stillzeit und unter 18 Jahren ab. Keine dieser Quellen belegt eine Behandlung von Husten oder Wunden.