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Heilkräuter-Steckbriefe

Borretsch (Borago officinalis)

Borretsch (Borago officinalis) ist eine alte Heil- und Gewürzpflanze, die mit ihren leuchtend blauen, sternförmigen Blüten nicht nur Bienen anlockt.

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Borretsch (Borago officinalis) ist eine alte Heil- und Gewürzpflanze, die mit ihren leuchtend blauen, sternförmigen Blüten nicht nur Bienen anlockt, sondern auch den Kräutergarten optisch bereichert. Wegen seines erfrischenden, leicht gurkenähnlichen Geschmacks wird das einjährige Kraut auch „Gurkenkraut“ genann

Was ist Borretsch?

Borretsch (Borago officinalis) ist eine einjährige Heil- und Küchenpflanze aus der Familie der Raublattgewächse (Boraginaceae). Er stammt ursprünglich aus dem Mittelmeerraum und wird heute in vielen Gärten angebaut. Typisch für Borretsch sind seine blauen, sternförmigen Blüten und die stark behaarten Blätter.

Borretsch ist vor allem als Gewürz- und Heilpflanze bekannt und wird sowohl in der Volksheilkunde als auch in der Küche verwendet.

Merkmale des Borretsch

  • einjährige, krautige Pflanze
  • aufrechter, verzweigter Wuchs
  • stark behaarte Stängel und Blätter (rau)
  • große, ovale, runzelige Blätter
  • blaue, sternförmige Blüten (selten rosa oder weiß)
  • Blütezeit: Mai – September
  • Wuchshöhe: ca. 30–70 cm

Steckbrief

  • Botanischer Name: Borago officinalis
  • Pflanzenart: Einjährige, krautige Pflanze
  • Familie: Raublattgewächse (Boraginaceae)
  • Wuchshöhe: 30 bis 70 cm
  • Blütezeit: Mai bis September
  • Standort: Sonnig bis halbschattig, durchlässiger, nährstoffreicher Boden
  • Erntezeit: Junge Blätter ab Mai, Blüten während der gesamten Blütezeit
  • Blätter: Weich behaart, oval bis lanzettlich, gurkenartiger Geschmack
  • Blüten: Leuchtend blau (selten rosa oder weiß), sternförmig, in lockeren Blütenständen
  • Verwendung:
    • Junge Blätter für Salate, Quark, grüne Soße
    • Blüten zur Dekoration von Speisen und Getränken
  • Besonderheiten:
    • Beliebte Bienen- und Insektenpflanze
    • Sät sich selbst aus
    • Enthält Pyrrolizidinalkaloide – daher nur gelegentlich verzehren

Heilkunde

Borretsch (Borago officinalis) wurde bereits im Mittelalter als Heilpflanze geschätzt. Vor allem wegen seiner beruhigenden und kräftigenden Wirkung auf Herz und Gemüt. In der Volksmedizin galt er als „Herzerfreuer“, der bei Melancholie, innerer Unruhe und Nervosität helfen sollte. Auch bei Husten, Fieber und Hautproblemen fand Borretsch traditionell Anwendung.

Verwendet wurden vor allem die Blätter, seltener auch die Blüten. Die enthaltenen Schleimstoffe wirken reizlindernd und entzündungshemmend, was ihn auch bei trockenem Husten und gereizten Schleimhäuten nützlich macht.

Moderne Kräuterkundige sehen Borretsch eher als mild unterstützendes Hausmittel. Allerdings mit einer wichtigen Einschränkung: Die Pflanze enthält Pyrrolizidinalkaloide, die in größeren Mengen leberschädigend wirken können. Deshalb sollte Borretsch innerlich nur gelegentlich und in kleinen Mengen eingenommen werden oder ganz auf die äußere Anwendung beschränkt bleiben.

Fazit: Borretsch ist eine alte, vielseitige Heilpflanze, die vor allem durch ihre stimmungsaufhellende und beruhigende Wirkung bekannt wurde. Bei der Anwendung ist jedoch Vorsicht geboten, um mögliche gesundheitliche Risiken zu vermeiden.

Inhaltsstoffe

  • Schleimstoffe
  • Gerbstoffe
  • Flavonoide
  • ätherische Öle
  • Kieselsäure
  • Gamma-Linolensäure (v. a. in den Samen) enthält geringe Mengen Pyrrolizidinalkaloide (nicht dauerhaft anwenden)

Enthält geringe Mengen Pyrrolizidinalkaloide (nicht dauerhaft anwenden)

Wirkung

In der Volksheilkunde wirkt Borretsch:

  • entzündungshemmend
  • schleimlösend (bei Husten und Erkältung)
  • harntreibend
  • schweißtreibend
  • stärkend bei Erschöpfung

Innerlich nur kurzzeitig anwenden.

Ernte

  • Blätter: Frühjahr bis Sommer, jung ernten
  • Blüten: während der Blütezeit
  • nur frische, gesunde Pflanzenteile sammeln

Verarbeitung

  • Frisch: Blätter und Blüten für Salate, Kräuterquark, Suppen
  • Tee: aus frischen oder getrockneten Blättern (maßvoll)
  • Dekoration: Blüten für Speisen und Getränke
  • Öl: aus Samen (Borretschöl, medizinisch genutzt)

Hinweis: Blätter nicht lange lagern und nicht dauerhaft verzehren.

Borretschblätter*

In der Küche

Borretsch bringt mit seinem milden, gurkenähnlichen Aroma eine besondere Frische in viele Gerichte. In der Küche verwendet man vor allem die jungen Blätter. Diese fein geschnitten in Salaten, Kräuterquark, grüner Soße oder als würzige Zutat in kalten Suppen. Auch die leuchtend blauen Blüten sind essbar und machen sich hervorragend als dekorativer Hingucker auf Desserts, Getränken oder belegten Broten.

Am besten genießt man Borretsch frisch, da er beim Kochen sein feines Aroma verliert. Sein Geschmack harmoniert besonders gut mit anderen Sommerkräutern wie Dill, Petersilie oder Schnittlauch.

Tipp: Die Blätter lassen sich auch in Eiswürfeln einfrieren, für eine besonders hübsche und aromatische Ergänzung in Sommergetränken.

Frischer Borretsch*

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