Das Hornveilchen (Viola cornuta) gehört zur Familie der Veilchengewächse und begeistert mit seinen zarten, oft zweifarbigen Blüten. Im Gegensatz zum bekannten Stiefmütterchen wirkt es kleiner und filigraner, blüht dafür aber besonders lange, von Frühling bis in den Herbst hinein.
Was ist das Hornveilchen?
- Hornveilchen ist eine kleine, blühende Gartenpflanze aus der Familie der Veilchengewächse (Violaceae)
- Ursprünglich in den Pyrenäen beheimatet
- Beliebt als Balkon- und Beetpflanze, blüht lange und oft bis in den Herbst
- Charakteristisch sind die kleinen, farbigen Blüten, oft in Lila, Blau, Gelb oder Weiß
- Der Name „Hornveilchen“ kommt von den hornartigen Fortsätzen an der Blüte
Merkmale des Hornveilchens
- mehrjährige, krautige Pflanze
- Wuchshöhe: 10–20 cm
- Blätter: rundlich bis oval, leicht behaart, am Grund oft herzförmig
- Blüten: klein, fünf Blütenblätter, oft mehrfarbig, violett, gelb oder weiß
- Blütezeit: März – Oktober
- niedriger, kompakter Wuchs, ideal für Beet- und Balkonbepflanzung
Steckbrief
Botanischer Name: Viola cornuta
Pflanzenart: Mehrjährige, krautige Pflanze
Familie: Veilchengewächse (Violaceae)
Wuchshöhe: 10–20 cm
Blütezeit: April bis Oktober
Standort: Sonnig bis halbschattig; lockere, humose und nährstoffreiche Böden
Erntezeit: Blätter und Blüten von Mai bis September
Blätter: Klein, länglich, dunkelgrün; verwendbar frisch in Salaten oder als Tee-Zutat
Blüten: Zart, essbar, meist violett bis zweifarbig; mild-süßlicher Geschmack, dekorativ für Speisen
Verwendung: Kulinarisch, heilkundlich bei Haut- und Atemwegsbeschwerden, Zierpflanze im Garten
Besonderheiten: Mehrjährig, lange Blütezeit, winterhart in milden Lagen, sät sich oft selbst aus
Heilkunde
Das Hornveilchen (Viola cornuta) wird in der Volksheilkunde ähnlich wie das Wilde Stiefmütterchen genutzt.
Inhaltsstoffe
- Flavonoide
- Schleimstoffe
- Saponine
- ätherische Öle
- Gerbstoffe
Wirkung
Hornveilchen wird vor allem in der Volksheilkunde verwendet:
- hustenlösend und schleimlösend bei Erkältungen
- entzündungshemmend bei Hautproblemen
- beruhigend auf die Atemwege
- mild harntreibend
Hinweis: Meist werden nur die Blüten und Blätter genutzt. Hornveilchen ist nicht giftig, kann aber bei übermäßigem Verzehr leicht abführend wirken.
Ernte
- Blätter und Blüten: Frühjahr bis Herbst
- Pflanzenteile möglichst frisch ernten, an einem trockenen Tag
- Nur gesunde Pflanzen verwenden, keine beschädigten Blätter oder Blüten
Verarbeitung
- Frisch: für Tee, Salate oder als Dekoration auf Desserts
- Trocknen: Blätter und Blüten vorsichtig im Schatten trocknen für Tees oder Kräutermischungen
- Sirup oder Extrakt: Blüten für Tee, Sirup oder Liköre nutzen
- Äußerlich: Blüten und Blätter können für Umschläge bei Hautreizungen verwendet werden
Hinweis: Anwendungen mit Hornveilchen ersetzen keine ärztliche Behandlung. Bei anhaltenden Beschwerden bitte ärztlichen Rat einholen.
In der Küche
Das Hornveilchen ist nicht nur ein Schmuck im Garten, sondern auch eine kulinarische Bereicherung. Die zarten Blüten sind essbar und bringen Farbe sowie eine feine, leicht süßliche Note auf den Teller.
Verwendungsmöglichkeiten
- Salate: frische Blüten als bunte, essbare Dekoration
- Desserts: ideal zum Verzieren von Kuchen, Torten oder Eis
- Getränke: Blüten gefroren in Eiswürfeln oder als schwimmender Hingucker im Cocktailglas
- Kräuterbutter & Aufstriche: Blüten und Blätter fein gehackt für eine dekorative Note