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Heilkräuter-Steckbriefe

Malve (Malva sylvestris)

Aus Blüten und Blättern der Malve wird ein milder Tee. Traditionell trinkt man ihn bei gereiztem Hals und damit verbundenem trockenem Husten.

Inhalt

Artikelinhalt

Kurz und gut

Botanischer Name

Malva sylvestris

Familie

Malvengewächse (Malvaceae)

Profil

traditionell bei gereiztem Mund oder Rachen, trockenem Husten und leichten Magenbeschwerden verwendet


Besonders bekannt für: Malventee bei gereiztem Hals und trockenem Husten


Malventee
1 bis 2 g getrocknete Blüten mit 250 ml oder 1,8 g Blätter mit 150 ml kochendem Wasser übergießen, zwei- bis dreimal täglich.
Wofür: Traditionell bei gereiztem Mund oder Rachen und damit verbundenem trockenem Husten.


Malve ist für mich ein stilles Schutzkraut mit weicher Pflanzenkraft. Ihre Blüten und Blätter bringen Farbe in den Garten und Sanftheit in die Hausapotheke.

Hinweis:
Malve gilt als sehr gut verträglich. Die Monografie sieht sie allerdings erst ab zwölf Jahren vor, für jüngere Kinder fehlen Daten.

Malve ist eine mehrjährige Wild- und Heilpflanze, die auf Wiesen, an Wegrändern und in Gärten wächst. Bekannt ist sie für ihre violetten Blüten und die schleimstoffreichen Blätter, die traditionell in Heilkunde und Küche verwendet werden.

Typisch sind der aufrechte oft leicht behaarte Stängel, runde bis nierenförmige Blätter mit gezahnten Rändern und die großen purpurvioletten Blüten mit dunkler Aderung.

Zusammenfassung: Getrocknete Malvenblätter und -blüten werden traditionell bei Reizungen im Mund und Rachen mit trockenem Husten sowie bei leichten Magen-Darm-Beschwerden verwendet.


Malvenblätter und -blüten enthalten Schleimstoffe. Die EMA nennt für getrocknete Zubereitungen traditionelle Anwendungen bei Reizungen im Mund und Rachen sowie bei leichten Beschwerden von Magen und Darm.

Klassische Anwendungen

  • Malventee bei gereiztem Mund oder Rachen und trockenem Husten
  • Malventee bei leichten Magen-Darm-Beschwerden

Zubereitung als Tee

  • 1 bis 2 g getrocknete Blüten mit 250 ml kochendem Wasser übergießen
  • oder 1,8 g getrocknete Blätter mit 150 ml kochendem Wasser
  • frisch zubereitet trinken, bei gereiztem Hals auch gurgeln

Anwendungshäufigkeit

Zwei- bis dreimal täglich eine Tasse, höchstens 5 g Blüten oder 5,4 g Blätter am Tag.

Dauer der Anwendung

Bleiben Hals- und Rachenreizungen länger als eine Woche oder Magen- und Darmbeschwerden länger als zwei Wochen, hol ärztlichen Rat ein. Für Kinder unter zwölf Jahren gibt es keine ausreichenden Daten, deshalb nicht anwenden.

Weitere Einsatzmöglichkeiten

  • Blüten im Salat als essbare Deko
  • Blätter in Malvensuppe oder sanfter Magenkost
  • Blüten in Kräuterbutter oder Pfannkuchenteig

Bei der Malve werden vor allem Blätter und Blüten verwendet. Sie werden während der Blütezeit gesammelt und frisch oder schonend getrocknet genutzt.

Verwendete Pflanzenteile

  • Blätter
  • Blüten

Botanische und volkstümliche Namen

  • Botanischer Name: Malva sylvestris
  • Familie: Malvengewächse (Malvaceae)
  • Wuchsform: zweijährige bis mehrjährige Staude
  • Besonderheit: rundliche Blätter und violette Blüten mit dunkler Aderung
  • Häufige Namen: Wilde Malve

Verwechslung möglich?

Ja. Ähnlich sind die Bisam-Malve (Malva moschata), deren obere Blätter tief in schmale Abschnitte geteilt sind, und die Kleine Malve oder Weg-Malve mit kleinen, hellrosa bis fast weißen Blüten. Die Wilde Malve hat rundliche, wenig geteilte untere Blätter und rotviolette Blüten mit dunklen Nerven.

Die Blätter und Blüten der Malve enthalten Schleimstoffe. In getrockneter Form werden sie als Tee bei gereiztem Mund und Rachen verwendet.

Wichtige Inhaltsstoffgruppen

  • Schleimstoffe
  • Flavonoide
  • Anthocyane, die violetten Farbstoffe der Blüten

Traditionelle Verwendung

Bei trockenem Husten, der mit einem gereizten Hals einhergeht, wird Malventee traditionell getrunken. Blüten und junge Blätter können auch Speisen Farbe und eine weiche Textur geben.

Malve gilt als sehr sanfte Heilpflanze und ist in traditionellen Anwendungen meist gut verträglich. Gerade deshalb ist sie für empfindliche Menschen so beliebt.

  • Für Kinder unter zwölf Jahren gibt es keine ausreichenden Daten, deshalb nicht anwenden
  • Für Schwangerschaft und Stillzeit gibt es keine ausreichenden Daten, deshalb nicht anwenden
  • Bleiben Hals- und Rachenreizungen länger als eine Woche oder Magen- und Darmbeschwerden länger als zwei Wochen, ärztlichen Rat einholen
  • Bei Atemnot, Fieber oder eitrigem Auswurf sofort ärztlichen Rat holen

Hinweis:
Traditionelle Anwendungen beruhen auf Erfahrung und ersetzen keine medizinische Diagnose oder Behandlung.

Bio-Malve

Getrocknete Blüten und Blätter für Tee.

Wilde Malve Urtinktur

Beachte die Angaben des Herstellers zur Zusammensetzung und Anwendung.

Heimische Heilpflanzen

Zum Weiterlesen über Heilpflanzen, die bei uns wachsen.

Zu diesen Pflanzen findest du eigene Steckbriefe mit Merkmalen, Anwendung und Sicherheitshinweisen.

Lungenkraut

Traditionelles Frühlingskraut, dessen Tee heute allerdings als überholt gilt.

Kamille

Blüten für Tee, traditionell bei leichten Bauchbeschwerden verwendet

Spitzwegerich

Wildkraut, dessen Blätter traditionell als Hustentee verwendet werden.

Hinweis:
Inhalte dienen ausschließlich der Information und ersetzen keine medizinische Beratung.

Die EMA führt getrennte Monografien für Malvenblätter und Malvenblüten. Beide beschreiben traditionelle Anwendungen ab zwölf Jahren bei gereiztem Mund oder Rachen, trockenem Husten und leichten Magen-Darm-Beschwerden.

Weiterführend

Alle Heilkräuter Steckbriefe auf einen Blick

Zur vollständigen Übersicht: alle Steckbriefe mit Wirkung, Anwendung, Erntehinweisen und Rezeptideen.

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