Kurz und gut
Botanischer Name
Pulmonaria officinalis
Familie
Raublattgewächse (Boraginaceae)
Profil
historisches Hustenkraut; wegen möglicher Pyrrolizidinalkaloide keine Selbstanwendung
Besonders bekannt für: gefleckte Blätter, frühe Blüte und die frühere Nutzung bei Husten
Achtung:
Lungenkraut kann Pyrrolizidinalkaloide bilden. Bereite daraus keinen Heiltee zu. Das Bundesinstitut für Risikobewertung nennt die Pflanze ausdrücklich als mögliche Quelle dieser Stoffe.
Lungenkraut ist für mich ein stiller Schatz aus dem Frühlingswald. Seine gefleckten Blätter und zarten Blüten verbinden Waldruhe mit sanfter Pflanzenkraft.
Lungenkraut ist eine mehrjährige Heilpflanze aus Laubwäldern, Waldrändern und feuchten schattigen Wiesen. Besonders bekannt ist es für seine fleckigen Blätter und die frühere Nutzung bei Husten.
Typisch sind der rosettenförmige Wuchs, längliche behaarte Blätter mit weißen Flecken und die kleinen Blüten, die sich von rot-rosa zu blau-violett verfärben.
Früher wurde Lungenkraut bei Husten und Heiserkeit als Tee oder Gurgellösung verwendet. Für diese Anwendung gibt es keine Monografie der Europäischen Arzneimittel-Agentur. Weil Lungenkraut Pyrrolizidinalkaloide bilden kann, gebe ich hier keine Anleitung für Tee oder andere selbst gemachte Arzneizubereitungen. Bei anhaltendem Husten oder Atemnot lass die Ursache ärztlich abklären.
Lungenkraut erkennst du an den gefleckten Blättern und den Blüten, die sich von Rosa zu Blauviolett verfärben. Für eine medizinische Selbstanwendung solltest du es nicht sammeln.
Merkmale zur Bestimmung
- Blätter
- Blüten
Botanische und volkstümliche Namen
- Botanischer Name: Pulmonaria officinalis
- Familie: Raublattgewächse (Boraginaceae)
- Wuchsform: mehrjährige Wildstaude
- Besonderheit: gefleckte Blätter, die an Lungengewebe erinnern
Der Name Lungenkraut erinnert an seine frühere Verwendung bei Husten. Daraus lässt sich keine gesicherte Wirkung ableiten. Für die Sicherheit ist heute vor allem wichtig, dass Lungenkraut als Raublattgewächs Pyrrolizidinalkaloide bilden kann.
Das Bundesinstitut für Risikobewertung nennt Lungenkraut unter den Pflanzen, die Pyrrolizidinalkaloide bilden können. Einige dieser Stoffe können die Leber schädigen und wirkten im Tierversuch erbgutverändernd.
- Keine selbst gemachten Tees, Tinkturen oder Nahrungsergänzungsmittel aus Lungenkraut verwenden.
- In Schwangerschaft und Stillzeit sowie für Kinder und Jugendliche keine Selbstanwendung.
- Bei länger anhaltendem Husten, Fieber oder Atemnot ärztlichen Rat einholen.
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Hinweis:
Inhalte dienen ausschließlich der Information und ersetzen keine medizinische Beratung.
Für Lungenkraut gibt es keine Monografie der Europäischen Arzneimittel-Agentur. Das Arzneipflanzen-Lexikon führt den Teeaufguss sogar als überholt und verweist auf wirksamere Kräuter bei Husten. Die frühere Anwendung ist hier als historische Information beschrieben. Eine Anleitung zur Selbstbehandlung findest du deshalb nicht.