Kurz und gut
Botanischer Name
Plantago lanceolata
Familie
Wegerichgewächse (Plantaginaceae)
Profil
Wiesenkraut, traditionell bei Reizhusten und leichten Hautentzündungen verwendet
Besonders bekannt für: Spitzwegerichtee, Hustensirup aus den Blättern und schmale Blätter mit Längsnerven
Spitzwegerichtee
1,4 bis 2 g getrocknete Blätter mit 150 bis 250 ml kochendem Wasser übergießen, zwei- bis dreimal täglich, ab zwölf Jahren. Bleibt der Husten länger als eine Woche, hol ärztlichen Rat ein.
Spitzwegerich gehört für mich zur Wildkräuterküche und Hausapotheke einfach dazu. Er wächst fast an jedem Wegrand und wird traditionell bei Husten und leichten Hautentzündungen verwendet.
Achtung:
Bei einer Allergie gegen Spitzwegerichpollen darfst du Spitzwegerich nicht anwenden. Tee aus den Blättern ist erst ab zwölf Jahren vorgesehen, für Kinder unter drei Jahren keine Zubereitung.
Spitzwegerich ist eine mehrjährige Wild- und Heilpflanze, die häufig auf Wiesen, Wegrändern und Weiden wächst. Besonders bekannt ist er für seine traditionelle Verwendung bei Husten und leichten Hautentzündungen.
Typisch sind die schmalen lanzettlichen Blätter mit deutlichen Längsnerven, die bodenständige Rosette, der aufrechte Blütenstängel und die kleinen bräunlichen Blütenähren mit weißen Staubfäden.
Zusammenfassung: Die EMA nennt Spitzwegerichblätter bei trockenem Reizhusten, Husten im Rahmen einer Erkältung und leichten Hautentzündungen.
Für diese Anwendungen bewertet die EMA bestimmte Zubereitungen der Blätter. Frisch gepflückte Blätter auf offenen Wunden gehören nicht dazu.
Klassische Anwendungen
- Geeignete Spitzwegerich-Zubereitungen bei leichten Hautentzündungen
- Hustensirup aus Blättern mit Honig oder Zucker bei trockenem Reizhusten
- Spitzwegerichtee bei trockenem Reizhusten oder Erkältungshusten
Zubereitung als Tee
- 1,4 bis 2 g getrocknete Blätter
- mit 150 bis 250 ml kochendem Wasser übergießen
- zum Gurgeln oder für Auflagen auf die Haut 1,4 g Blätter in 150 ml kaltem Wasser ansetzen und gleich verwenden
Anwendungshäufigkeit
Tee zwei- bis dreimal täglich, insgesamt 4 bis 6 g Blätter am Tag. Den kalten Ansatz drei- bis viermal täglich. Fertigpräparate nach Packungsangabe.
Dauer der Anwendung
Bleiben Husten oder Hautentzündung länger als eine Woche oder kommen Atemnot, Fieber oder eitriger Auswurf dazu, hol ärztlichen Rat ein. Tee erst ab zwölf Jahren; für Kinder unter drei Jahren gibt es keine ausreichenden Daten, deshalb nicht anwenden.
Weitere Einsatzmöglichkeiten
- junge Blätter im Wildkräutersalat
- fein gehackt in Kräuterbutter
- kurz blanchiert als Suppeneinlage
Verwendet werden vor allem die Blätter. Sie werden vom Frühjahr bis in den Herbst gesammelt, am besten vor oder während der Blüte, und können frisch verwendet oder schonend getrocknet werden.
Verwendete Pflanzenteile
- Blätter
Botanische und volkstümliche Namen
- Botanischer Name: Plantago lanceolata
- Familie: Wegerichgewächse (Plantaginaceae)
- Wuchsform: mehrjährige Wildpflanze mit Blattrosette
- Standort: Wiesen, Wegränder, sonnig bis halbschattig
- Häufige Namen: Spitz-Wegerich
Verwechslung möglich?
Typisch sind die schmal-lanzettlichen Blätter mit drei bis sieben Längsnerven in einer grundständigen Rosette und die kurzen, eiförmigen Blütenähren. Sammle nur, was du sicher erkennst.
In den Blättern des Spitzwegerichs stecken vor allem diese Pflanzenstoffe.
Wichtige Inhaltsstoffgruppen
- Schleimstoffe
- Gerbstoffe
- Iridoidglykoside wie Aucubin
- Kieselsäure
- Flavonoide und Vitamin C
Traditionelle Verwendung
Traditionell wird Spitzwegerich bei Husten und leichten Hautentzündungen verwendet. Die EMA-Monografie bezieht sich auf bestimmte Zubereitungen, nicht auf frisch gepflückte Blätter für Wunden. Auch die jungen Blätter gelten als essbar und finden in der Wildkräuterküche Verwendung.
Für Spitzwegerich gibt es je nach Zubereitung verschiedene Altersgrenzen. Frisch gepflückte Blätter gehören nicht auf offene Wunden.
- Bei Allergie gegen Spitzwegerichpollen nicht anwenden
- Tee erst ab zwölf Jahren; manche Fertigpräparate ab drei oder sechs Jahren; für Kinder unter drei Jahren gibt es keine ausreichenden Daten, deshalb nicht anwenden
- Für Schwangerschaft und Stillzeit gibt es keine ausreichenden Daten, deshalb nicht anwenden
- Nur unbelastete Pflanzen von sauberen Standorten sammeln
- Bleibt der Husten länger als eine Woche oder kommen Atemnot, Fieber oder eitriger Auswurf dazu, ärztlich abklären lassen
Hinweis:
Traditionelle Anwendungen beruhen auf Erfahrung und ersetzen keine medizinische Diagnose oder Behandlung.
Wildkräuter am Blatt erkennen
Bestimmungsbuch mit 74 Wildkräutern, die Blätter in Originalgröße abgebildet.
Zu diesen Pflanzen findest du eigene Steckbriefe mit Merkmalen, Anwendung und Sicherheitshinweisen.
Hinweis:
Inhalte dienen ausschließlich der Information und ersetzen keine medizinische Beratung.
Die Angaben zu Anwendung und Verträglichkeit stützen sich auf diese Quellen. Die aktuelle EMA-Monografie unterscheidet mehrere Zubereitungen und nennt dafür unterschiedliche Altersgrenzen. Sie bewertet außerdem die Anwendung bei leichten Hautentzündungen.