Kurz und gut
Botanischer Name
Armoracia rusticana
Familie
Kreuzblütler (Brassicaceae)
Profil
scharfe Würzwurzel mit traditioneller medizinischer Verwendung
Besonders bekannt für: Erkältung, Husten, Nebenhöhlen, scharfe Wurzel
Schnellanwendung
In der Küche: Frisch geriebene Wurzel passt zu Quark und Roter Bete.
Wichtig: Eine selbst gemischte Honigzubereitung ersetzt keine Behandlung bei Bronchitis oder Blasenentzündung.
Meerrettich ist für mich ein altes Hausmittel mit kraftvoller Schärfe. Seine Wurzel bringt Würze in die Küche und eine durchdringende Stärke in die Hausapotheke.
Achtung:
Bei Magen- oder Darmgeschwüren und bei Nierenentzündung darfst du Meerrettich nicht einnehmen. Für Kinder unter vier Jahren ist er nicht geeignet.
Meerrettich ist eine mehrjährige Heil- und Gewürzpflanze aus Osteuropa, die heute in vielen Gärten kultiviert wird. Besonders bekannt ist die scharfe weiße Pfahlwurzel, die sowohl in der Küche als auch in der Naturheilkunde Verwendung findet.
Typisch sind der kräftige aufrechte Wuchs, große längliche grob gezähnte Blätter, weiße Blüten in Trauben und der intensive Geruch der Wurzel.
Zusammenfassung: Meerrettich ist eine scharfe Würzwurzel. Für Atemwegs- und Harnwegsbeschwerden gibt es festgelegte Arzneizubereitungen.
Die Senföle reizen Haut und Schleimhäute. Die Wirkung eines Arzneimittels lässt sich nicht auf frisch geriebenen Meerrettich mit Honig übertragen.
Klassische Anwendungen
- Meerrettich als scharfe Zutat in Speisen
- Arzneiliche Zubereitungen nur nach Packungsangabe verwenden
- Bei Beschwerden der Harnwege ärztlich klären lassen, ob eine Behandlung nötig ist
- Bei starkem Husten oder Fieber medizinischen Rat einholen
Weitere Einsatzmöglichkeiten
- Meerrettich-Quark mit Schnittlauch und Zitrone
- Meerrettichsoße zu Tafelspitz, Roter Bete oder Gemüsebratlingen
- ein Hauch im Salatdressing für Frische und Schärfe
Beim Meerrettich wird vor allem die Wurzel genutzt. Geerntet wird sie bevorzugt vom Herbst bis ins Frühjahr, und je älter sie ist, desto schärfer wird ihr Geschmack.
Verwendete Pflanzenteile
- Wurzel
Botanische und volkstümliche Namen
- Botanischer Name: Armoracia rusticana
- Familie: Kreuzblütler (Brassicaceae)
- Wuchsform: ausdauernde, kräftige Staude
- Besonderheit: dicke weiße Pfahlwurzel mit intensivem Geruch
Meerrettich enthält scharfe und aromatische Pflanzenstoffe, die seine traditionelle Verwendung bei Atemwegen und Erkältung erklären.
Wichtige Inhaltsstoffgruppen
- Senfölglykoside wie Sinigrin
- ätherische Öle
- Vitamin C
- Kalium
- Enzyme
Traditionelle Verwendung
Das Arzneipflanzen-Lexikon nennt arzneiliche Meerrettich-Zubereitungen für Atemwegsbeschwerden und unterstützend bei Harnwegsinfekten. Die selbst geriebene Küchenwurzel ist damit nicht gleichzusetzen. Für Soßen und Aufstriche sorgt sie vor allem für Schärfe.
Meerrettich kann Haut und Schleimhäute reizen. Bei Magen-Darm-Geschwüren oder Nierenentzündung darf die Wurzel nicht eingenommen werden.
- Nicht einnehmen bei Magen- oder Darmgeschwüren und bei Nierenentzündung
- Nicht anwenden bei Kindern unter vier Jahren
- Nicht in großen Mengen verwenden, Meerrettich reizt Magen, Nieren und Haut
- Keine selbst gemachten Wickel mit frisch geriebener Wurzel auflegen. Die Senföle können die Haut reizen
Hinweis:
Traditionelle Anwendungen beruhen auf Erfahrung und ersetzen keine medizinische Diagnose oder Behandlung.
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Hinweis:
Inhalte dienen ausschließlich der Information und ersetzen keine medizinische Beratung.
Für Meerrettich gibt es keine Monografie der Europäischen Arzneimittel-Agentur. Die Gegenanzeigen bei Magen- und Darmgeschwüren, Nierenentzündung und für Kinder unter vier Jahren stammen aus dem Arzneipflanzen-Lexikon.