Kurz und gut
Botanischer Name
Myrrhis odorata
Familie
Doldenblütler (Apiaceae)
Profil
verdauungsfördernd, krampflösend, schleimlösend, mild beruhigend
Besonders bekannt für: Verdauung, Husten, anisartiges Aroma und süße Kräuterküche
Schnellanwendung
Süßdolden-Tee: aus frischen oder getrockneten Blättern oder Samen aufgießen
Tipp: Besonders beliebt bei Verdauungsbeschwerden, Appetitlosigkeit und als milde Begleitung in Erkältungszeiten.
Süßdolde verbindet Heilpflanzenwissen mit feinem Küchenduft. Ihr anisartiges Aroma macht sie zu einem besonders sanften und vielseitigen Kräuterschatz.
Achtung:
Süßdolde gehört zu den Doldenblütlern, in dieser Familie steht auch der tödlich giftige Gefleckte Schierling. Sammle wild nur, was du zweifelsfrei bestimmt hast. Süßdolde duftet nach Anis, Schierling riecht unangenehm und hat rotbraun gefleckte Stängel.
Süßdolde, auch Myrtenkerbel genannt, ist ein aromatisches Wild- und Gartenkraut aus der Familie der Doldenblütler. Sie stammt ursprünglich aus Gebirgsregionen Südeuropas und ist heute als Heil- und Gewürzpflanze beliebt.
Typisch sind der aufrechte hohle Stängel, fein gefiederte Blätter, weiße Doldenblüten und der süßlich anisartige Duft, der besonders in Blättern und Stängeln steckt.
Zusammenfassung: Süßdolde wird traditionell bei Verdauungsbeschwerden, Appetitlosigkeit und Husten genutzt. Sie wirkt mild krampflösend, blähungslindernd und schleimlösend und wird als Tee, Sirup, Kräuterwein oder Gewürzkraut verwendet.
Ihr Anisduft macht sie gleichzeitig zu einem sanften Heilkraut und zu einem feinen Küchenbegleiter. Gerade in Tees, süßen Speisen und Hausmitteln kommt diese Doppelrolle gut zur Geltung.
Klassische Anwendungen
- Tee aus Blättern oder Samen bei Verdauung und Erkältung
- Kräuterwein zur Anregung des Appetits
- Sirup bei Husten
- duftende Kräuterkissen für ruhige Abendmomente
Weitere Einsatzmöglichkeiten
- junge Blätter für Salate, Quark und Gemüsegerichte
- Samen zum Aromatisieren von Backwaren und Likören
- süß-würzige Note in Teemischungen mit Fenchel und Anis
Bei der Süßdolde werden vor allem junge Blätter und später die Samen genutzt. Beide Pflanzenteile tragen den typischen süß-anisartigen Duft und finden sowohl in der Küche als auch in traditionellen Hausmitteln Verwendung.
Verwendete Pflanzenteile
- Blätter
- Samen
Botanische und volkstümliche Namen
- Botanischer Name: Myrrhis odorata
- Familie: Doldenblütler (Apiaceae)
- Häufiger Name: Myrtenkerbel
- Wuchsform: mehrjährige krautige Pflanze mit hohlem Stängel
Verwechslung möglich?
Süßdolde gehört zu den Doldenblütlern. In dieser Pflanzenfamilie gibt es auch stark giftige Arten, deshalb sollten wild gesammelte Pflanzen nur verwendet werden, wenn eine sichere Bestimmung möglich ist.
Süßdolde enthält aromatische Pflanzenstoffe, die ihren weichen Anischarakter und ihre Rolle als sanftes Verdauungs- und Hustenkraut erklären.
Wichtige Inhaltsstoffgruppen
- ätherische Öle, besonders Anethol
- bittere und aromatische Pflanzenstoffe
- milde schleimlösende Bestandteile
Traditionelle Verwendung
Traditionell wird Süßdolde bei Appetitlosigkeit, Blähungen, Magen-Darm-Beschwerden und Husten geschätzt. In der Küche rundet sie Tees, Süßspeisen, Liköre und Kräutermischungen mit einer natürlichen Süße ab.
Süßdolde gilt als mildes Kraut, verlangt bei Wildsammlung aber eine sichere Pflanzenkenntnis. Gerade ihre Familienzugehörigkeit macht diesen Punkt wichtig.
- Süßdolde gehört zu den Doldenblütlern. In dieser Familie steht der Gefleckte Schierling, dessen Verzehr tödlich enden kann
- Wild gesammelte Doldenblütler nur verwenden, wenn du sie zweifelsfrei bestimmt hast. Süßdolde duftet stark nach Anis, der Schierling riecht unangenehm nach Mäuseurin und hat rotbraun gefleckte Stängel
- Im Zweifel Gartenpflanzen oder geprüfte Ware nutzen
- In Schwangerschaft und Stillzeit ist die Unbedenklichkeit nicht untersucht
Hinweis:
Traditionelle Anwendungen beruhen auf Erfahrung und ersetzen keine medizinische Diagnose oder Behandlung.
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Süßdolde-Saatgut
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Hinweis:
Inhalte dienen ausschließlich der Information und ersetzen keine medizinische Beratung.
Für Süßdolde gibt es keine Monografie der Europäischen Arzneimittel-Agentur. Belegt sind die botanischen Beschreibungen. Der Vergleich mit dem Gefleckten Schierling steht hier, weil beide zu den Doldenblütlern gehören und eine Verwechslung tödlich enden kann.