Kurz und gut
Botanischer Name
Myrrhis odorata
Familie
Doldenblütler (Apiaceae)
Profil
anisduftendes Küchenkraut aus der Familie der Doldenblütler
Besonders bekannt für: anisartiges Aroma und die Verwendung in der Küche
Für die Küche
Junge Blätter aus sicher bestimmter Gartenkultur geben Süßspeisen und Kräutergerichten eine anisartige Note. Wild gesammelte Doldenblütler nicht nach Geruch allein bestimmen.
Süßdolde erkenne ich im Garten an ihrem süßen Anisduft. Am liebsten verwende ich junge Blätter zum Würzen. Bei wild wachsenden Doldenblütlern reicht der Duft für eine sichere Bestimmung nicht aus.
Achtung:
Unter den Doldenblütlern gibt es tödlich giftige Arten. Verwende wild gesammelte Pflanzen nur, wenn du sie zweifelsfrei bestimmen kannst. Geruch und Stängelfarbe allein reichen dafür nicht.
Süßdolde, auch Myrtenkerbel genannt, ist ein aromatisches Wild- und Gartenkraut aus der Familie der Doldenblütler. Sie stammt ursprünglich aus Gebirgsregionen Südeuropas und ist heute als Heil- und Gewürzpflanze beliebt.
Typisch sind der aufrechte hohle Stängel, fein gefiederte Blätter, weiße Doldenblüten und der süßlich anisartige Duft, der besonders in Blättern und Stängeln steckt.
Zusammenfassung: Süßdolde ist ein Küchenkraut mit anisartigem Aroma. Für eine Behandlung von Husten, Blähungen oder Appetitlosigkeit gibt es keine ausreichende klinische Grundlage und keine EMA-Monografie.
Junge Blätter aus sicher bestimmter Gartenkultur können Speisen aromatisieren. Auch die Samen werden als Gewürz genutzt. Die frühere Verwendung als Tee, Sirup oder Kräuterwein ist kein Beleg für eine medizinische Wirkung.
Wenn du eine unbekannte Doldenblütlerpflanze in der Natur findest, koste sie nicht und verwende sie nicht als Hausmittel. In dieser Familie gibt es stark giftige Arten.
Bei der Süßdolde werden vor allem junge Blätter und später die Samen genutzt. Beide Pflanzenteile tragen den typischen süß-anisartigen Duft und finden sowohl in der Küche als auch in traditionellen Hausmitteln Verwendung.
Verwendete Pflanzenteile
- Blätter
- Samen
Botanische und volkstümliche Namen
- Botanischer Name: Myrrhis odorata
- Familie: Doldenblütler (Apiaceae)
- Häufiger Name: Myrtenkerbel
- Wuchsform: mehrjährige krautige Pflanze mit hohlem Stängel
Verwechslung möglich?
Süßdolde gehört zu den Doldenblütlern. In dieser Pflanzenfamilie gibt es auch stark giftige Arten, deshalb sollten wild gesammelte Pflanzen nur verwendet werden, wenn eine sichere Bestimmung möglich ist.
Der Anisduft der Süßdolde geht auf aromatische Pflanzenstoffe zurück. Daraus lässt sich keine krampflösende oder schleimlösende Wirkung beim Menschen ableiten.
Überliefert sind Verwendungen bei Verdauungsbeschwerden und Husten. Für Dosierungen als Tee oder Sirup fehlen geeignete Daten. In der Küche steht der Geschmack im Vordergrund.
Die sichere Bestimmung ist hier wichtiger als ein Rezept. Der Gefleckte Schierling gehört ebenfalls zu den Doldenblütlern und ist lebensgefährlich giftig.
- Wildpflanzen nicht anhand von Anisduft oder Flecken am Stängel bestimmen.
- Für die Küche nur sicher bestimmte Süßdolde aus geeigneter Gartenkultur oder geprüfter Ware verwenden.
- Bei Verdacht auf Verzehr einer giftigen Pflanze umgehend eine Giftinformationszentrale oder ärztliche Hilfe kontaktieren.
- In Schwangerschaft und Stillzeit keine medizinischen Zubereitungen aus Süßdolde ohne fachliche Beratung verwenden.
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Hinweis:
Inhalte dienen ausschließlich der Information und ersetzen keine medizinische Beratung.
Info Flora beschreibt Süßdolde und Gefleckten Schierling botanisch. Das BfR warnt davor, Wildpflanzen ohne sichere Artenkenntnis zum Verzehr zu sammeln. Die Universität Würzburg beschreibt Süßdolde als Würzpflanze. Diese Quellen belegen keine Behandlung von Husten oder Verdauungsbeschwerden.