Kurz und gut
Botanischer Name
Salvia officinalis
Familie
Lippenblütler (Lamiaceae)
Profil
traditionell bei leichten Verdauungsbeschwerden, Mund- und Rachenentzündungen und übermäßigem Schwitzen verwendet
Besonders bekannt für: Salbeiblätter zum Gurgeln bei gereiztem Mund und Rachen
Gurgellösung
2,5 g getrocknete Salbeiblätter mit 100 ml kochendem Wasser aufgießen und den Aufguss warm dreimal täglich zum Gurgeln verwenden. Für Erwachsene.
Salbei ist ein echter Schatz im Garten und in der Hausapotheke. Die silbrig-grünen Blätter und der würzige Duft machen Salbei im Garten gut erkennbar.
Hinweis:
Salbei ist als Arznei erst für Erwachsene vorgesehen. Für Kinder, Jugendliche, Schwangerschaft und Stillzeit fehlen ausreichende Daten. Wegen des Thujons im ätherischen Öl bleib bei den angegebenen Mengen.
Der Salbei (Salvia officinalis) ist eine mehrjährige Heil- und Gewürzpflanze aus der Familie der Lippenblütler. Ursprünglich stammt er aus dem Mittelmeerraum und wird heute weltweit kultiviert.
Salbei schmeckt würzig und etwas herb. Die Blätter werden traditionell bei leichten Verdauungsbeschwerden sowie für Spülungen im Mund- und Rachenraum verwendet.
Typisch sind die grau-grünen, filzig behaarten Blätter, die kleinen violetten Blüten und der intensive aromatische Duft. Salbei wächst buschig und verholzt mit den Jahren leicht.
Zusammenfassung: Salbeiblätter werden traditionell bei leichten Verdauungsbeschwerden, übermäßigem Schwitzen sowie Entzündungen in Mund und Rachen verwendet. Husten gehört nicht zu den Anwendungen der EMA-Monografie.
Die EMA beschreibt für Salbeiblätter mehrere traditionelle Anwendungen. Ein Aufguss zum Gurgeln ist bei Entzündungen in Mund oder Rachen vorgesehen. Trinktee wird für leichte Verdauungsbeschwerden und übermäßiges Schwitzen genutzt.
Klassische Anwendungen
- Halsschmerzen bei Entzündungen im Rachen
- Entzündungen im Mund oder Rachen
- Verdauungsbeschwerden
- übermäßiges Schwitzen
- leichte Hautentzündungen, äußerlich
Zubereitung als Tee
- 1 bis 2 g getrocknete Blätter verwenden
- mit 150 ml kochendem Wasser übergießen
- 5 bis 10 Minuten ziehen lassen
- anschließend abseihen
Anwendungshäufigkeit
Trinktee bei Verdauungsbeschwerden dreimal täglich 1 bis 2 g auf 150 ml, bei starkem Schwitzen 2 g auf 150 ml. Zum Gurgeln 2,5 g auf 100 ml, dreimal täglich warm. Für die Haut 2,5 g auf 100 ml, zwei- bis viermal täglich auftragen. Fertigpräparate nach Packungsangabe.
Dauer der Anwendung
Bleiben Beschwerden im Mund oder Rachen länger als eine Woche, Verdauungsbeschwerden oder Hautentzündungen länger als zwei Wochen oder bessert sich übermäßiges Schwitzen nicht innerhalb von sechs Wochen, hol ärztlichen Rat ein. Für Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren gibt es keine ausreichenden Daten, deshalb nicht anwenden.
Weitere Einsatzmöglichkeiten
- Salbeiaufguss nach Packungsangabe zum Gurgeln
- Salbeitee bei übermäßigem Schwitzen nach Packungsangabe
Für Arzneizubereitungen werden die Salbeiblätter verwendet. In der Küche können auch die Blüten als essbare Dekoration dienen.
Verwendete Pflanzenteile
- Blätter
- Blüten
Botanische und volkstümliche Namen
- Botanischer Name: Salvia officinalis
- Familie: Lippenblütler (Lamiaceae)
- Häufige Namen: Salbei, Echter Salbei
Verwechslung möglich?
Im Garten steht manchmal auch der Muskateller-Salbei (Salvia sclarea). Er hat breit-eiförmige Blätter bis 15 cm Länge und große, weinrot oder lila überlaufene Hochblätter. Für Tee und Gurgellösung nimm nur Echten Salbei (Salvia officinalis).
Salbeiblätter enthalten ätherisches Öl mit Thujon. Deshalb kommt es bei Arzneizubereitungen auf die richtige Menge an.
Wichtige Inhaltsstoffgruppen
- ätherische Öle wie Thujon, Cineol und Kampfer
- Flavonoide
- Gerbstoffe
- Bitterstoffe
- Harze
Traditionelle Verwendung
Traditionell wird Salbei vor allem bei Entzündungen im Mund- und Rachenraum, bei Verdauungsbeschwerden und bei starkem Schwitzen verwendet.
Salbeiblätter enthalten Thujon. Verwende medizinische Zubereitungen nach Packungsangabe und überschreite die dort genannte Menge nicht.
- Für Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren gibt es keine ausreichenden Daten, deshalb nicht anwenden
- Für Schwangerschaft und Stillzeit gibt es keine ausreichenden Daten, deshalb nicht anwenden
- Die Packungsangabe beachten und wegen des Thujons keine hoch dosierten Eigenzubereitungen einnehmen
- Bei Beschwerden im Mund oder Rachen nach einer Woche, bei Verdauungsbeschwerden nach zwei Wochen und bei übermäßigem Schwitzen nach sechs Wochen ärztlichen Rat einholen
- Bei Hautentzündungen, die länger als zwei Wochen bleiben, ärztlichen Rat einholen
Hinweis:
Traditionelle Anwendungen beruhen auf Erfahrung und ersetzen keine medizinische Diagnose oder Behandlung.
Salbeikapseln
Praktische Ergänzung, wenn du Salbei gezielt im Alltag nutzen möchtest.
Zu diesen Pflanzen findest du eigene Steckbriefe mit Merkmalen, Anwendung und Sicherheitshinweisen.
Pfefferminze
Blätter für Tee, traditionell bei leichten Verdauungsbeschwerden verwendet.
Hinweis:
Inhalte dienen ausschließlich der Information und ersetzen keine medizinische Beratung.
Die EMA-Monografie beschreibt Salbeiblätter als traditionelles Mittel für Erwachsene. Sie nennt getrennte Dosierungen für Trinktee und Gurgellösung sowie Vorsicht wegen des Thujongehalts.