Kurz und gut
Botanischer Name
Mentha x piperita
Familie
Lippenblütler
Profil
Pfefferminzblätter werden traditionell bei leichten Verdauungsbeschwerden verwendet
Besonders bekannt für: frischen Duft und Pfefferminztee bei Blähungen
Pfefferminztee
1,5 bis 3 g getrocknete Blätter mit 100 bis 150 ml kochendem Wasser übergießen, dreimal täglich; Kinder von 4 bis 11 Jahren 1 bis 2 g.
Tipp: Blätter vor dem Aufgießen leicht andrücken, damit sich die ätherischen Öle besser entfalten.
Pfefferminze gehört für mich in jeden Garten. Wenn du ein Blatt zerreibst, riecht es sofort nach Menthol. Der Tee aus getrockneten Blättern wird traditionell bei leichten Verdauungsbeschwerden verwendet. Für Spannungskopfschmerzen gibt es gesondert geprüfte Pfefferminzöl-Präparate.
Achtung:
Pfefferminzblätter können Sodbrennen und Reflux verstärken, bei Reflux meide sie deshalb. Bei Gallensteinen oder anderen Gallenleiden nur nach ärztlichem Rat anwenden. Bei Allergie gegen Pfefferminze oder Menthol darfst du sie nicht anwenden. Für Kinder unter vier Jahren ist Pfefferminztee nicht vorgesehen.
Die Pfefferminze ist eine mehrjährige Heil- und Gewürzpflanze aus der Familie der Lippenblütler. Sie entstand aus einer Kreuzung von Wasserminze und Grüner Minze und wird heute weltweit angebaut.
Typisch sind ihre gezähnten, intensiv duftenden Blätter und die kleinen violetten Blüten, die im Sommer erscheinen. Ihr hoher Mentholgehalt verleiht ihr das charakteristische kühlende Aroma.
Die Blätter werden vor allem für Tee genutzt. Medizinische Anwendungen des konzentrierten ätherischen Öls werden getrennt bewertet.
Zusammenfassung: Tee aus Pfefferminzblättern wird traditionell bei leichten Verdauungsbeschwerden und Blähungen verwendet. Für Pfefferminzöl gelten andere Anwendungen und Altersgrenzen.
Die EMA nennt Pfefferminzblätter bei leichten Verdauungsbeschwerden wie Blähungen. Eine Anwendung der Blätter bei Erkältungen, Unruhe oder Kopfschmerzen ist in dieser Monografie nicht beschrieben.
Für leichte Spannungskopfschmerzen beschreibt die EMA bestimmte Pfefferminzöl-Präparate, die auf Stirn und Schläfen aufgetragen werden. Sie sind für Erwachsene vorgesehen; richte dich nach der Packungsbeilage.
Klassische Anwendungen
- Verdauungsbeschwerden
- Blähungen
- leichte Magenkrämpfe
- Leichte Spannungskopfschmerzen: nur mit geeignetem Pfefferminzöl-Präparat für Erwachsene
Zubereitung als Tee
- 1,5 bis 3 g getrocknete Blätter, für Kinder von 4 bis 11 Jahren 1 bis 2 g
- mit 100 bis 150 ml kochendem Wasser übergießen
- 8 bis 10 Minuten ziehen lassen
- anschließend abseihen
Anwendungshäufigkeit
Dreimal täglich eine Tasse.
Dauer der Anwendung
Bleiben die Beschwerden länger als zwei Wochen oder werden sie schlimmer, hol ärztlichen Rat ein. Für Kinder unter vier Jahren gibt es keine ausreichenden Daten, deshalb nicht anwenden.
Weitere Einsatzmöglichkeiten
- Geeignetes Pfefferminzöl-Präparat bei leichten Spannungskopfschmerzen nach Packungsangabe
- Bestandteil von Kräuterteemischungen
Bei der Pfefferminze werden vor allem die Blätter und jungen Triebe genutzt. Sie enthalten den höchsten Anteil an ätherischen Ölen.
Verwendete Pflanzenteile
- Blätter – klassisch für Tee und Hausmittel
- Triebe – frisch oder getrocknet
- Ätherisches Öl – stark konzentriert, nur verdünnt verwenden
Botanische und volkstümliche Namen
- Botanischer Name: Mentha x piperita
- Familie: Lippenblütler
- Häufige Namen: Pfefferminze, Edelminze
Verwechslung möglich?
Minzarten können sich ähneln. Die echte Pfefferminze zeichnet sich durch ihren besonders intensiven Mentholduft aus. Achte beim Kauf auf Mentha x piperita. Die Polei-Minze enthält Pulegon und gehört nicht in den Tee.
Pfefferminze enthält vor allem ätherische Öle. Der wichtigste Bestandteil ist Menthol, von dem das kühle Aroma kommt.
Wichtige Inhaltsstoffgruppen
- Ätherische Öle – Menthol, Menthon, Menthylacetat
- Flavonoide
- Gerbstoffe
- Bitterstoffe
- Phenole
Traditionelle Verwendung
Pfefferminztee wird traditionell bei leichten Verdauungsbeschwerden getrunken. Konzentriertes Pfefferminzöl wird für andere Zwecke verwendet und braucht eine eigene Dosierung.
Pfefferminze gilt in üblichen Mengen als gut verträglich. Dennoch sollten einige Hinweise beachtet werden.
- Bei Sodbrennen und Reflux meiden, Pfefferminztee kann die Beschwerden verstärken
- Bei Gallensteinen oder anderen Gallenleiden vor der Anwendung ärztlichen Rat einholen
- Für Kinder unter vier Jahren gibt es keine ausreichenden Daten, deshalb nicht anwenden
- Für Schwangerschaft und Stillzeit gibt es keine ausreichenden Daten, deshalb nicht als Arzneitee anwenden
- Ätherisches Öl niemals unverdünnt anwenden und nicht ins Gesicht von Säuglingen und Kleinkindern bringen
- Bei Allergie gegen Pfefferminzzubereitungen oder Menthol nicht anwenden
- Bleiben die Beschwerden länger als zwei Wochen, ärztlich abklären lassen
Hinweis:
Traditionelle Anwendungen beruhen auf Erfahrung und ersetzen keine medizinische Diagnose oder Behandlung.
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Hinweis:
Inhalte dienen ausschließlich der Information und ersetzen keine medizinische Beratung.
Die EMA bewertet Pfefferminzblätter und Pfefferminzöl getrennt. Bei den Blättern nennt sie leichte Verdauungsbeschwerden und weist darauf hin, dass sich Reflux verschlimmern kann. Für Ölpräparate gegen leichte Kopfschmerzen gelten eigene Altersgrenzen.