Aktuell im Kräuterjahr: Sommer

60+ Heilpflanzen Steckbriefe · Anwendungen · Hausapotheke

Baldrian (Valeriana officinalis)

Junge Pflanze vom Baldrian mit gefiederten, grob gezähnten Blättern vor einer Ziegelmauer

Baldrian wirkt über die Wurzel, nicht die Blüte. Ein Teelöffel davon, zehn Minuten ziehen lassen, abends getrunken. Nicht mit Alkohol zusammen nehmen.

Ingwer (Zingiber officinale)

Frische Wurzel vom Ingwer auf dunklem Holz, hellbraune Schale mit gelblichen Austrieben

Drei Scheiben Ingwer, heißes Wasser, zehn Minuten. Mehr braucht der Tee nicht, der bei Erkältung wärmt und traditionell gegen Übelkeit getrunken wird.

Malve (Malva sylvestris)

Rosa blühende Malve mit Regentropfen auf den Blüten und tief geschlitzten Blättern

Heißes Wasser wäre bei der Malve falsch. Setz die Blüten über Nacht kalt an, dann legt sich der Aufguss bei Reizhusten schützend über die Schleimhaut.

Lungenkraut (Pulmonaria officinalis)

Blätter vom Lungenkraut, dunkelgrün mit weißen Flecken und rauer, behaarter Oberfläche

Früher galt Lungenkraut als das klassische Hustenkraut, heute gibt es dafür deutlich wirksamere Pflanzen. Im Wald blüht es früh, erst rosa, dann blau.

Fenchel (Foeniculum vulgare)

Blühender Fenchel mit vielen gelben Doldenblüten und feinen fadenförmigen Blättern

Fenchelsamen vorher im Mörser anquetschen, dann lösen sich die ätherischen Öle. Als Tee entspannt Fenchel den Bauch bei Blähungen und bei Völlegefühl.

Brombeere (Rubus fruticosus)

Junger Trieb der Brombeere mit hellgrünen, noch weichen Blättern im Sonnenlicht

Die Brombeere gibt zweimal: süße Früchte im Sommer und Blätter für den Tee. Ein starker Aufguss davon eignet sich auch zum Gurgeln bei Halsentzündung.

Ginseng (Panax ginseng)

Wurzel vom Ginseng auf dunklem Holz, verzweigt wie eine kleine Gestalt, darüber ein fünfteiliges Blatt

Bei Erschöpfung wird Ginseng kurweise genommen, zwei Wochen am Stück reichen. Die Wurzel in dünne Scheibchen schneiden und zehn Minuten ziehen lassen.

Meerrettich (Armoracia rusticana)

Meerrettich im Beet mit großen, stark gewellten Blättern und kräftiger heller Mittelrippe

Frisch geriebener Meerrettich treibt einem die Tränen in die Augen und macht die Nase frei. Mit Honig gemischt ist er ein altes Mittel für den Winter.

Brennnessel (Urtica dioica)

Blühende Brennnessel von oben mit gezähnten Blättern und hängenden grünen Blütenrispen

Viele reißen die Brennnessel als Unkraut aus. Dabei ist sie eines der mineralstoffreichsten Wildgemüse. Im Frühjahr wird damit eine Kur über 3 Wochen.

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