Kurz und gut
Botanischer Name
Echinacea purpurea
Familie
Korbblütler
Profil
Purpursonnenhut; untersucht wurden bestimmte Frischpflanzensaft-Präparate
Besonders bekannt für: Purpursonnenhut-Präparate bei Erkältungen
Presssaft aus frischem Kraut
Als Fertigarzneimittel 1,5 bis 4,5 ml pro Einnahme, 6 bis 9 ml am Tag. Fang bei den ersten Erkältungszeichen an und nimm ihn höchstens zehn Tage.
Im Garten erkennst du den Purpursonnenhut an seinen purpurfarbenen Blütenblättern und dem aufgewölbten Blütenkopf.
Achtung:
Bei Allergie gegen Korbblütler darfst du Echinacea nicht anwenden. Dasselbe gilt bei Autoimmunerkrankungen, Immunschwäche und unter Immunsuppression. Nicht länger als zehn Tage am Stück einnehmen.
Echinacea, auch Sonnenhut genannt, ist eine mehrjährige Heilpflanze aus der Familie der Korbblütler. Ursprünglich stammt sie aus Nordamerika, wird heute jedoch weltweit als Zier- und Heilpflanze kultiviert.
Die Pflanze bildet kräftige Stängel mit großen Blüten, deren auffällige purpurfarbene Zungenblüten einen markanten, stacheligen Blütenkopf umgeben. Neben ihrem dekorativen Wert ist sie vor allem für Präparate bei Erkältungen bekannt.
In der Pflanzenheilkunde werden sowohl das Kraut als auch die Wurzeln verwendet.
Zusammenfassung: Bestimmte Präparate aus dem Saft des frischen Krauts von Echinacea purpurea können laut EMA bei Erwachsenen und Jugendlichen über zwölf Jahren kurzzeitig zur Vorbeugung und Behandlung gewöhnlicher Erkältungen eingesetzt werden. Die Aussage gilt nicht für beliebige Sonnenhut-Arten, Wurzeln oder selbst aufgebrühten Tee.
Für kleine oberflächliche Wunden beschreibt die EMA eine traditionelle äußere Anwendung entsprechender Fertigzubereitungen. Frische Blätter oder selbst gemischte Auszüge gehören nicht auf offene Wunden.
Bei anhaltenden oder sich verschlimmernden Erkältungsbeschwerden hol ärztlichen Rat ein. Prüfe vor der Anwendung die Packungsbeilage des konkreten Präparats.
Klassische Anwendungen
- Vorbeugung und Behandlung gewöhnlicher Erkältungen mit Presssaft
- kleine oberflächliche Wunden, äußerlich als Salbe
Zubereitung als Presssaft
- Fertigarzneimittel aus dem Saft des frischen, blühenden Krauts
- 1,5 bis 4,5 ml pro Einnahme
- 6 bis 9 ml am Tag
Anwendungshäufigkeit
Den Saft über den Tag verteilt nach Packungsangabe einnehmen, bei einer Erkältung ab den ersten Anzeichen. Salben trägst du zwei- bis dreimal täglich dünn auf.
Dauer der Anwendung
Den Presssaft nimmst du höchstens zehn Tage. Bleiben die Erkältungsbeschwerden länger als zehn Tage, werden sie schlimmer oder bekommst du hohes Fieber, hol ärztlichen Rat ein. Salben für kleine Wunden verwendest du höchstens eine Woche. Für Kinder unter zwölf Jahren gibt es keine ausreichenden Daten, deshalb nicht anwenden.
Die EMA-Monografie betrifft das frische, blühende Kraut von Echinacea purpurea. Für die bewerteten Präparate wird daraus Saft gepresst, der auch getrocknet werden kann.
Wurzel und andere Echinacea-Arten haben eigene Zusammensetzungen und Bewertungen. Ein Aufguss aus getrocknetem Kraut oder Wurzel ist nicht mit dem geprüften Frischpflanzensaft gleichzusetzen.
Verwendete Pflanzenteile
- frisches, blühendes Kraut von Echinacea purpurea, als Presssaft in Arzneimitteln
Botanische und volkstümliche Namen
- Botanischer Name: Echinacea purpurea
- Familie: Korbblütler (Asteraceae)
- Häufige Namen: Purpur-Sonnenhut
Verwechslung möglich?
Es gibt mehrere Sonnenhut-Arten, etwa den Blassen und den Schmalblättrigen Sonnenhut. Auch Rudbeckien heißen Sonnenhut, zum Beispiel der Schlitzblättrige Sonnenhut mit gelben Zungenblüten. Für die EMA-Bewertung zählt nur Echinacea purpurea.
Purpursonnenhut enthält verschiedene Pflanzenstoffe. Ihre bloße Anwesenheit beweist keine allgemeine „Stärkung“ des Immunsystems.
Wichtige Inhaltsstoffgruppen
- Polysaccharide
- Kaffeesäurederivate
- Alkamide
- Polyacetylene
- ätherisches Öl
Traditionelle Verwendung
Für bestimmte Frischpflanzensaft-Präparate sieht die EMA eine kurzzeitige Anwendung bei gewöhnlichen Erkältungen. Die äußere Anwendung bestimmter Präparate bei kleinen oberflächlichen Wunden beruht auf traditioneller Nutzung.
Echinacea-Präparate können allergische Reaktionen auslösen, in seltenen Fällen auch schwere. Wenn du gegen Korbblütler allergisch bist, darfst du Echinacea-Mittel nicht verwenden.
- Für Kinder unter zwölf Jahren gibt es keine ausreichenden Daten, deshalb nicht anwenden.
- Nicht länger als zehn Tage einnehmen. Bleiben die Beschwerden länger oder kommt hohes Fieber dazu, hol ärztlichen Rat ein.
- Wenn du zu Allergien neigst (zum Beispiel Heuschnupfen, Neurodermitis oder allergisches Asthma), frag vorher ärztlich nach, weil schwere allergische Reaktionen möglich sind.
- Für Schwangerschaft und Stillzeit gibt es keine ausreichenden Daten, deshalb nicht anwenden. Salben nicht auf die Brust von Stillenden auftragen.
- Bei Autoimmunerkrankungen, Immunschwäche, Immunsuppression und Erkrankungen der weißen Blutkörperchen nicht anwenden.
- Bei Atemnot, Schwellungen oder anderen Zeichen einer schweren Allergie sofort medizinische Hilfe suchen.
Hinweis:
Traditionelle Anwendungen beruhen auf Erfahrung und ersetzen keine medizinische Diagnose oder Behandlung.
Alte Heilpflanzen und ihre Kräfte
Zum Nachlesen, wie man Heilpflanzen früher genutzt hat.
Zu diesen Pflanzen findest du eigene Steckbriefe mit Merkmalen, Anwendung und Sicherheitshinweisen.
Hinweis:
Inhalte dienen ausschließlich der Information und ersetzen keine medizinische Beratung.
Die EMA bewertet Präparate aus dem Saft des frischen Krauts von Echinacea purpurea. Ihre Aussagen gelten nicht automatisch für Tee aus getrocknetem Kraut, Wurzel oder andere Sonnenhut-Arten.