Kurz und gut
Botanischer Name
Ginkgo biloba
Familie
Ginkgogewächse (Ginkgoaceae)
Profil
Baum mit fächerförmigen Blättern; Arzneimittel aus geprüften Blattextrakten
Besonders bekannt für: fächerförmige Blätter und untersuchte Arzneimittel aus Blattextrakten
Wichtig zur Anwendung
Die EMA bewertet bestimmte Ginkgo-Arzneimittel aus Blättern. Selbst aufgebrühter Ginkgotee ist damit nicht gleichzusetzen.
Ginkgo ist eine traditionelle Heilpflanze, die in der Pflanzenheilkunde seit langer Zeit geschätzt wird. Untersucht wurden bestimmte Ginkgo-Präparate bei leichter Demenz und bei geringfügigen Durchblutungsbeschwerden. Für gesunde Menschen ist eine bessere Gedächtnisleistung nicht gesichert.
Achtung:
Wenn du blutverdünnende Mittel nimmst oder ohnehin zu Blutungen neigst, nimm Ginkgo nur nach Rücksprache mit deiner Ärztin. Es sind Blutungen in Auge, Nase, Gehirn und Darm beschrieben.
Ginkgo ist ein sommergrüner Laubbaum und gilt als eines der ältesten heute noch lebenden Pflanzenwesen der Erde. Der Baum existiert seit Millionen von Jahren nahezu unverändert und wird deshalb häufig als lebendes Fossil bezeichnet.
Charakteristisch sind die fächerförmigen, oft zweigeteilten Blätter, die im Herbst eine leuchtend gelbe Farbe annehmen. Der Baum kann mehrere hundert Jahre alt werden und Höhen von etwa 20 bis 40 Metern erreichen.
In der Pflanzenheilkunde werden vor allem die Blätter verwendet, da sie wertvolle Inhaltsstoffe enthalten.
Zusammenfassung: Die EMA bewertet klar definierte Ginkgo-Arzneimittel: einen bestimmten Trockenextrakt bei altersbedingten geistigen Einschränkungen und leichter Demenz sowie gepulverte Blätter traditionell bei leichten Durchblutungsbeschwerden nach ärztlicher Abklärung. Für selbst zubereiteten Tee gelten diese Aussagen nicht.
Wenn du ein Ginkgo-Arzneimittel in Betracht ziehst, lass dich zu Präparat, Dosierung und möglichen Wechselwirkungen in einer Apotheke oder Arztpraxis beraten.
Plötzlich auftretende Gedächtnisprobleme, Schwindel oder starke Durchblutungsstörungen müssen ärztlich abgeklärt werden.
Der botanische Name lautet Ginkgo biloba. Der Baum ist an seinen fächerförmigen Blättern gut zu erkennen. Für die von der EMA beschriebenen Arzneimittel werden die Blätter in genau definierten Zubereitungen verwendet.
Die Samen gehören nicht in die Küche: Frische und auch geröstete Ginkgosamen können giftig sein.
Ginkgoblätter enthalten verschiedene Pflanzenstoffe. Für die medizinische Bewertung kommt es auf die konkrete Zubereitung und ihre Qualität an. Ein Tee aus selbst gesammelten Blättern entspricht nicht dem von der EMA bewerteten Trockenextrakt.
Die Anwendung eines bestimmten Trockenextrakts bei leichter Demenz stützt sich auf Studien. Die Verwendung gepulverter Blätter bei geringfügigen Durchblutungsbeschwerden beruht auf langer Tradition. Daraus folgt keine allgemeine Empfehlung zur Steigerung von Konzentration oder Gedächtnis.
Ginkgo-Arzneimittel können unerwünschte Wirkungen und Wechselwirkungen haben. Besonders das Blutungsrisiko ist bei blutverdünnenden Arzneimitteln wichtig.
- Bei Blutverdünnern, Blutungsneigung oder vor einer Operation nur nach ärztlicher Rücksprache anwenden.
- In der Schwangerschaft nicht anwenden. In der Stillzeit wird die Anwendung mangels ausreichender Daten nicht empfohlen.
- Ginkgo-Arzneimittel sind laut EMA für Erwachsene vorgesehen.
- Ginkgosamen nicht essen; sie können auch geröstet giftig sein.
- Keinen selbst angesetzten Blättertee als Ersatz für ein geprüftes Arzneimittel verwenden.
Hinweis:
Traditionelle Anwendungen beruhen auf Erfahrung und ersetzen keine medizinische Diagnose oder Behandlung.
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Hinweis:
Inhalte dienen ausschließlich der Information und ersetzen keine medizinische Beratung.
Die EMA unterscheidet einen bestimmten Ginkgo-Trockenextrakt und gepulverte Blätter als Arzneimittel. Das NCCIH beschreibt Risiken von Ginkgosamen und mögliche Wechselwirkungen. Beide Quellen geben keine Empfehlung für selbst aufgebrühten Ginkgotee.