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Rainfarn (Tanacetum vulgare)

An Wegrändern blüht Rainfarn mit gelben Knöpfchen. Der Steckbrief zeigt dir seine Merkmale und erklärt, warum du ihn nicht als Tee verwenden solltest.
Gelbe, knopfartige Rainfarnblüten mit fein geteilten Blättern
Cornelia Backhaus

Autor

Cornelia Backhaus

Aktualisiert

24. Oktober 2026

Lesedauer

3 Minuten

Autor

Cornelia Backhaus

Inhalt

Artikelinhalt

Kurz und gut

Botanischer Name

Tanacetum vulgare

Familie

Korbblütler (Asteraceae)

Profil

Mehrjährige Pflanze mit gelben Knopfblüten und fein geteilten, kräftig riechenden Blättern.


Besonders bekannt für: dichte Büschel gelber Blütenköpfe ohne auffällige Zungenblüten und die Giftigkeit der Pflanze

Achtung: Rainfarn ist giftig.
Verwende weder Blätter noch Blüten für Tee, Speisen oder selbst gemachte Heilmittel. Auch das ätherische Öl gehört nicht in die Hausapotheke. Beim Umgang mit der Pflanze können Hautreizungen auftreten.

Im Hochsommer fallen die gelben Blütenknöpfe des Rainfarns schon von Weitem auf. Sie sitzen dicht beieinander, während die tief eingeschnittenen Blätter fast farnartig wirken. Hier erfährst du, woran du Rainfarn erkennst und warum er nicht zum Selbstanwenden geeignet ist.

Rainfarn gehört zu den Korbblütlern. Er wächst mehrjährig und bildet aufrechte, oben verzweigte Stängel. Seine Blätter sind tief geteilt und an den Rändern gezähnt. Wenn du sie zerreibst, riechen sie kräftig aromatisch.

Die zahlreichen gelben Blütenköpfe stehen in dichten, flachen Büscheln. Einzelne Köpfe wirken wie kleine Knöpfe. Anders als beim Jakobskreuzkraut fehlen dem Rainfarn die auffälligen gelben Zungenblüten am Rand. Am Blütenstand und an den Blättern zusammen lässt er sich besser erkennen als an einer einzelnen Blüte.

Du findest Rainfarn häufig an Wegrändern, auf Brachen und an Ufern. In Deutschland blüht er meist von Juli bis September, manchmal noch später.

Für Rainfarn gibt es hier keine Tee- oder Küchenanleitung. Die Pflanze enthält giftige Stoffe, darunter Thujon. Schon weil die Zusammensetzung schwanken kann, lässt sich aus einem selbst gesammelten Büschel keine sichere Menge ableiten.

Wenn Rainfarn in deinem Garten wächst, betrachte ihn als Zier- und Wildpflanze. Schneide Samenstände vor dem Ausreifen ab, falls er sich nicht weiter ausbreiten soll. Trag dabei Handschuhe und wasch dir danach die Hände.

  • Botanischer Name: Tanacetum vulgare L.
  • Familie: Korbblütler (Asteraceae).
  • Blätter: fiederteilig, tief eingeschnitten und gezähnt.
  • Blüten: viele gelbe, knopfartige Köpfchen in dichten Büscheln, ohne auffällige Zungenblüten.
  • Blütezeit: in Deutschland vor allem Juli bis September.

Das ätherische Öl des Rainfarns kann Thujon enthalten. Dieser Stoff ist für Menschen und Tiere giftig. Nach dem Verzehr sind unter anderem Magenbeschwerden, Muskelkrämpfe und Krampfanfälle möglich. Bei größeren Mengen drohen schwere Schäden.

Der starke Geruch macht Rainfarn leicht wiedererkennbar. Er sagt aber nichts darüber aus, ob ein Pflanzenteil unbedenklich wäre. Auch selbst angesetzte Auszüge und das ätherische Öl sind deshalb keine geeigneten Hausmittel.

  • Rainfarn nicht essen, nicht als Tee aufgießen und nicht für selbst gemachte Heilmittel verwenden.
  • Kinder und Haustiere von abgeschnittenen Pflanzenteilen fernhalten.
  • Beim Schneiden Handschuhe tragen. Die Pflanze kann die Haut reizen.
  • In Schwangerschaft und Stillzeit Rainfarn weder innerlich noch als selbst gemachtes Mittel anwenden.

Nach versehentlichem Verzehr:
Pflanzenreste aus dem Mund entfernen und ein Giftinformationszentrum oder medizinische Hilfe kontaktieren. Kein Erbrechen auslösen. Heb einen Pflanzenteil oder ein Foto zur Bestimmung auf.

Bei Rainfarn geht es ums sichere Erkennen und um den Umgang im Garten. Produkte zum Einnehmen empfehle ich dafür nicht.

Bestimmungsbuch für Wildpflanzen

Such ein Buch mit Fotos von Blüten, Blättern und ganzen Pflanzen. So kannst du Rainfarn mit ähnlichen Korbblütlern vergleichen.

Gartenhandschuhe

Feste Handschuhe schützen deine Hände, wenn du Stängel schneidest oder Samenstände entfernst.

Pflanzenetiketten

Beschrifte die Pflanze im Garten mit ihrem Namen und dem Hinweis „giftig“, wenn Kinder oder Gäste dort unterwegs sind.

Diese drei Korbblütler sehen anders aus und haben eigene Steckbriefe. Ähnliche Familiennamen bedeuten nicht, dass du Pflanzen gleich anwenden kannst.

Mutterkraut

Mutterkraut gehört zur gleichen Gattung, trägt aber weiße Zungenblüten.

Schafgarbe

Bei der Schafgarbe sitzen viele kleine Blütenkörbchen in einem flachen Blütenstand.

Ringelblume

Die Ringelblume trägt große orange oder gelbe Blütenköpfe mit gut sichtbaren Zungenblüten.

Hinweis:
Bestimme Wildpflanzen immer anhand mehrerer Merkmale. Ein Foto oder ein ähnlicher Name genügt nicht.

FloraWeb beschreibt die Merkmale, Standorte und Blühmonate in Deutschland. Die australische Landwirtschaftsbehörde erläutert die Giftigkeit des Rainfarns. Die Hinweise für den Fall einer Vergiftung stammen vom Bundesinstitut für Risikobewertung.

Weiterführend

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