Kurz und gut
Botanischer Name
Ginkgo biloba
Familie
Ginkgogewächse (Ginkgoaceae)
Profil
Baum mit fächerförmigen Blättern; Arzneimittel aus geprüften Blattextrakten
Besonders bekannt für: fächerförmige Blätter und untersuchte Arzneimittel aus Blattextrakten
Gepulverte Ginkgoblätter
Als Fertigarzneimittel 250 bis 360 mg pro Einnahme, höchstens 750 mg am Tag. Halten die Beschwerden länger als zwei Wochen an, hol ärztlichen Rat ein.
Ginkgo ist eine traditionelle Heilpflanze, die in der Pflanzenheilkunde seit langer Zeit geschätzt wird. Gepulverte Blätter werden traditionell bei leichten Durchblutungsbeschwerden verwendet. Für gesunde Menschen ist eine bessere Gedächtnisleistung nicht gesichert.
Achtung:
Wenn du blutverdünnende Mittel nimmst oder ohnehin zu Blutungen neigst, nimm Ginkgo nur nach Rücksprache mit deiner Ärztin. Es sind Blutungen in Auge, Nase, Gehirn und Darm beschrieben.
Ginkgo ist ein sommergrüner Laubbaum und gilt als eines der ältesten heute noch lebenden Pflanzenwesen der Erde. Der Baum existiert seit Millionen von Jahren nahezu unverändert und wird deshalb häufig als lebendes Fossil bezeichnet.
Charakteristisch sind die fächerförmigen, oft zweigeteilten Blätter, die im Herbst eine leuchtend gelbe Farbe annehmen. Der Baum kann mehrere hundert Jahre alt werden und Höhen von etwa 20 bis 40 Metern erreichen.
In der Pflanzenheilkunde werden vor allem die Blätter verwendet, da sie wertvolle Inhaltsstoffe enthalten.
Zusammenfassung: Die EMA bewertet klar definierte Ginkgo-Arzneimittel: einen bestimmten Trockenextrakt aus den Blättern und gepulverte Blätter, die traditionell bei leichten Durchblutungsbeschwerden nach ärztlicher Abklärung verwendet werden. Für selbst zubereiteten Tee gelten diese Aussagen nicht.
Wenn du ein Ginkgo-Arzneimittel in Betracht ziehst, lass dich zu Präparat, Dosierung und möglichen Wechselwirkungen in einer Apotheke oder Arztpraxis beraten.
Plötzlich auftretende Gedächtnisprobleme, Schwindel oder starke Durchblutungsstörungen müssen ärztlich abgeklärt werden.
Klassische Anwendungen
- schwere Beine bei leichten Durchblutungsstörungen
- kalte Hände und Füße bei leichten Durchblutungsstörungen
Zubereitung als Pulver
- gepulverte Blätter als Fertigarzneimittel aus der Apotheke
- 250 bis 360 mg pro Einnahme
- höchstens 750 mg am Tag
Anwendungshäufigkeit
Wie oft am Tag, steht in der Packungsangabe. Mehr als 750 mg am Tag nimmst du nicht.
Dauer der Anwendung
Halten die Beschwerden länger als zwei Wochen an oder werden sie schlimmer, hol ärztlichen Rat ein. Für Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren gibt es keine ausreichenden Daten, deshalb nicht anwenden. Beim geprüften Trockenextrakt richtet sich die Dauer nach der Packungsbeilage und der ärztlichen Beratung.
Der botanische Name lautet Ginkgo biloba. Der Baum ist an seinen fächerförmigen Blättern gut zu erkennen. Für die von der EMA beschriebenen Arzneimittel werden die Blätter in genau definierten Zubereitungen verwendet.
Die Samen gehören nicht in die Küche: Frische und auch geröstete Ginkgosamen können giftig sein.
Verwendete Pflanzenteile
- Blätter, nur in definierten Arzneizubereitungen
Botanische und volkstümliche Namen
- Botanischer Name: Ginkgo biloba
- Familie: Ginkgogewächse (Ginkgoaceae)
- Häufige Namen: Ginkgobaum
Verwechslung möglich?
Der Ginkgo ist an seinen fächerförmigen Blättern gut zu erkennen.
Ginkgoblätter enthalten verschiedene Pflanzenstoffe. Für die medizinische Bewertung kommt es auf die konkrete Zubereitung und ihre Qualität an. Ein Tee aus selbst gesammelten Blättern entspricht nicht dem von der EMA bewerteten Trockenextrakt.
Wichtige Inhaltsstoffgruppen
- Flavonoide
- Ginkgolide und Bilobalid
- Ginkgolsäuren
Traditionelle Verwendung
Ein bestimmter Trockenextrakt aus den Blättern wird pharmazeutisch für Arzneimittel genutzt. Die Verwendung gepulverter Blätter bei geringfügigen Durchblutungsbeschwerden beruht auf langer Tradition. Daraus folgt keine allgemeine Empfehlung zur Steigerung von Konzentration oder Gedächtnis.
Ginkgo-Arzneimittel können unerwünschte Wirkungen und Wechselwirkungen haben. Besonders das Blutungsrisiko ist bei blutverdünnenden Arzneimitteln wichtig.
- Bei Blutverdünnern oder Blutungsneigung nur nach ärztlicher Rücksprache anwenden. Vor einer Operation setzt du Ginkgo drei bis vier Tage vorher ab.
- Bei Epilepsie nur nach ärztlicher Rücksprache anwenden, weitere Anfälle sind nicht auszuschließen.
- Nicht zusammen mit dem HIV-Mittel Efavirenz einnehmen.
- In der Schwangerschaft nicht anwenden. Für die Stillzeit gibt es keine ausreichenden Daten, deshalb dort ebenfalls nicht anwenden.
- Für Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren gibt es keine ausreichenden Daten, deshalb nicht anwenden.
- Halten die Beschwerden länger als zwei Wochen an oder werden sie schlimmer, hol ärztlichen Rat ein.
- Ginkgosamen nicht essen; sie können auch geröstet giftig sein.
- Keinen selbst angesetzten Blättertee als Ersatz für ein geprüftes Arzneimittel verwenden.
Hinweis:
Traditionelle Anwendungen beruhen auf Erfahrung und ersetzen keine medizinische Diagnose oder Behandlung.
Zu diesen Pflanzen findest du eigene Steckbriefe mit Merkmalen, Anwendung und Sicherheitshinweisen.
Hinweis:
Inhalte dienen ausschließlich der Information und ersetzen keine medizinische Beratung.
Die EMA unterscheidet einen bestimmten Ginkgo-Trockenextrakt und gepulverte Blätter als Arzneimittel. Das NCCIH beschreibt Risiken von Ginkgosamen und mögliche Wechselwirkungen. Beide Quellen geben keine Empfehlung für selbst aufgebrühten Ginkgotee.