Kurz und gut
Botanischer Name
Panax ginseng
Familie
Araliengewächse
Profil
traditionell bei Müdigkeit und Schwäche verwendet
Besonders bekannt für: Ginsengwurzel als traditionelles Mittel bei Müdigkeit und Schwäche
Ginsengwurzel
1 bis 2 g zerkleinerte Wurzel in 150 ml Wasser aufkochen, zwei- bis dreimal täglich, höchstens drei Monate. Bleiben Müdigkeit oder Schwäche länger als zwei Wochen, hol ärztlichen Rat ein.
Ginseng gehört zu den bekanntesten Heilpflanzen der traditionellen chinesischen Medizin. Die kräftige Wurzel gilt seit Jahrhunderten als Symbol für Energie, Ausdauer und Lebenskraft.
Hinweis:
Ginsengpräparate sind für Kinder und Jugendliche unter achtzehn Jahren nicht empfohlen. Bleiben die Beschwerden nach zwei Wochen bestehen, ist ärztlicher oder pharmazeutischer Rat nötig.
Ginseng ist eine mehrjährige Heilpflanze aus der Familie der Araliengewächse. Ursprünglich stammt er aus Ostasien und wird dort seit über zweitausend Jahren als Heilpflanze verwendet.
Die Pflanze wächst langsam und bildet eine charakteristische, verzweigte Speicherwurzel. Diese Wurzel enthält die wertvollen Wirkstoffe, für die Ginseng bekannt ist.
Typisch sind handförmig geteilte Blätter, kleine grünlich-weiße Blüten und später rote Beeren. Die Wurzel wird meist erst nach mehreren Jahren geerntet.
Zusammenfassung: Die EMA nennt Ginsengwurzel als traditionelles Mittel bei Müdigkeit und Schwäche.
Der Begriff „Adaptogen“ wird für Ginseng oft verwendet. Die EMA-Monografie belegt damit keine gesteigerte Stressresistenz; sie beschreibt nur die traditionelle Anwendung bei Müdigkeit und Schwäche.
Klassische Anwendungen
- Müdigkeit und Erschöpfung
- allgemeine Schwäche
Zubereitung als Tee
- 1 bis 2 g zerkleinerte, getrocknete Wurzel
- in 150 ml Wasser aufkochen (Abkochung)
- abseihen und warm trinken
Anwendungshäufigkeit
Zwei- bis dreimal täglich eine Tasse, Fertigpräparate nach Packungsangabe.
Dauer der Anwendung
Höchstens drei Monate. Bleiben Müdigkeit oder Schwäche länger als zwei Wochen oder werden sie schlimmer, hol ärztlichen Rat ein. Für Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren gibt es keine ausreichenden Daten, deshalb nicht anwenden.
Weitere Einsatzmöglichkeiten
- Pulver oder Kapseln
- Tinkturen
- Kräuterbrühen oder Tonika
Beim Ginseng wird vor allem die Wurzel verwendet.
Verwendete Pflanzenteile
- Wurzel – Hauptbestandteil für Heilzwecke
Botanische und volkstümliche Namen
- Botanischer Name: Panax ginseng
- Familie: Araliengewächse
- Häufige Namen: Echter Ginseng, Asiatischer Ginseng
Verwechslung möglich?
Es gibt verschiedene Pflanzen, die als Ginseng bezeichnet werden, zum Beispiel sibirischer Ginseng. Diese gehören jedoch zu anderen Pflanzenarten.
In der Ginsengwurzel stecken vor allem diese Pflanzenstoffe.
Wichtige Inhaltsstoffgruppen
- Ginsenoside
- Polysaccharide
- ätherische Öle
- Peptide
- Vitamine der B-Gruppe
- Mineralstoffe
Traditionelle Verwendung
In der traditionellen chinesischen Medizin wird Ginseng seit Jahrhunderten verwendet. Die EMA nennt als traditionelle Anwendung Müdigkeit und Schwäche.
Ginseng gilt grundsätzlich als gut verträglich.
- Für Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren gibt es keine ausreichenden Daten, deshalb nicht anwenden
- Für Schwangerschaft und Stillzeit gibt es keine ausreichenden Daten, deshalb nicht anwenden
- Wenn Müdigkeit oder Schwäche nach zwei Wochen nicht besser werden, ärztlichen oder pharmazeutischen Rat einholen
- Bei Bluthochdruck nur nach ärztlicher Rücksprache anwenden
- Nicht länger als drei Monate anwenden
- Möglich sind Schlafstörungen, Magen-Darm-Beschwerden und allergische Hautreaktionen
Hinweis:
Traditionelle Anwendungen beruhen auf Erfahrung und ersetzen keine medizinische Diagnose oder Behandlung.
Hochwertiger roter Ginseng (6 Jahre gereift)
Roter Ginseng aus Wurzeln, die sechs Jahre gewachsen sind
Zu diesen Pflanzen findest du eigene Steckbriefe mit Merkmalen, Anwendung und Sicherheitshinweisen.
Hinweis:
Inhalte dienen ausschließlich der Information und ersetzen keine medizinische Beratung.
Die EMA beschreibt Ginsengwurzel als traditionelles pflanzliches Arzneimittel bei Müdigkeit und Schwäche. Die Monografie ist keine Zulassung für jedes Ginsengprodukt.