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Herbstastern (Symphyotrichum)

Im September blühen Herbstastern pinkviolett im Beet. Im Steckbrief liest du, wo sie gerne wachsen und warum ihre genaue Art auf dem Foto offenbleibt.

Inhalt

Artikelinhalt

Kurz und gut

Botanischer Name

Garten-Herbstastern, häufig Symphyotrichum-Arten und ‑Sorten

Familie

Korbblütler (Asteraceae)

Profil

Ausdauernde Gartenblumen mit vielen kleinen Blütenköpfen. Sie bringen vom Spätsommer bis in den Herbst Farbe ins Beet.


Besonders bekannt für: pinke, violette oder blaue Blüten mit oft gelber Mitte und eine späte Blütezeit


Im Garten
Setz mehrjährige Herbstastern sonnig in nährstoffreiche Erde, die Feuchtigkeit hält, aber nicht vernässt. Teile ältere Horste im Frühjahr etwa alle drei bis fünf Jahre.


Wenn im September vieles schon verblüht ist, leuchten die Herbstastern noch zwischen den Beeten. Auf dem Foto sind pinkviolette Blüten mit gelber Mitte zu sehen. Die genaue Art und Sorte ist ohne Pflanzenschild nicht sicher zu bestimmen; die Hinweise hier gelten deshalb für Garten-Herbstastern als Gruppe.

Hinweis:
Dieser Steckbrief beschreibt Herbstastern als Zierpflanzen. Eine arzneiliche Anwendung der abgebildeten Gartenpflanze ist nicht belegt. Verwende ihre Blüten und Blätter nicht als Heiltee oder Hautmittel.

Unter dem Namen „Astern“ stehen im Garten verschiedene Arten und Sorten von Korbblütlern. Viele beliebte Herbstastern wurden früher zur Gattung Aster gezählt und heißen botanisch heute Symphyotrichum. Darum findest du auf Pflanzenschildern manchmal unterschiedliche Namen für ähnliche Gartenpflanzen.

Die mehrjährigen Formen wachsen als Horste mit vielen aufrechten Trieben. An ihnen sitzen schmale grüne Blätter und zahlreiche Blütenköpfe. Was wie eine einzelne Blüte mit gelber Mitte aussieht, besteht aus vielen kleinen Einzelblüten. Das ist typisch für Korbblütler.

  • Blütenköpfe: außen oft pinke oder violette Zungenblüten, innen viele kleine Röhrenblüten
  • Blätter: meist schmal bis lanzettlich; Form und Größe unterscheiden sich je nach Art und Sorte

Auf dem Beitragsfoto siehst du eine reich blühende, pinkviolette Gartenaster. Der Blütenstand passt gut zu Herbstastern; aus einem Foto allein lassen sich Art und Sorte jedoch nicht zuverlässig festlegen.

Die beliebtesten Garten-Herbstastern, die Neubelgische und die Neuenglische Aster, stammen aus Nordamerika. Die Neubelgische Aster kam schon im 17. Jahrhundert als Zierpflanze nach Europa. Heute wachsen sie bei uns auch verwildert an Flussufern, Gräben und Wegrändern.

Zusammenfassung: Herbstastern sind Gartenstauden. Für Tee, Tinktur oder eine Anwendung auf der Haut gibt es keine Belege, deshalb steht hier keine Zubereitung. Du liest hier, wie du sie pflanzt und pflegst.


Standort und Pflege

Die meisten Garten-Herbstastern blühen an einem sonnigen Platz besonders reich. Leichter Halbschatten geht bei vielen Sorten ebenfalls. Der Boden sollte nährstoffreich sein und Feuchtigkeit halten, ohne im Winter lange nass zu bleiben. Auf sehr trockenem Boden kümmern viele Astern.

Gieß in trockenen Sommerwochen lieber gründlich, statt die Oberfläche jeden Tag nur kurz anzufeuchten. Eine Schicht reifer Kompost im Frühjahr hilft dem Boden, Wasser zu speichern. Hohe Sorten brauchen mitunter eine Stütze; niedrig bleibende Sorten passen gut an den Beetrand.

Wenn ein Horst innen kahl wird oder weniger blüht, heb ihn im zeitigen Frühjahr aus und teile ihn. Die RHS empfiehlt diesen Schritt etwa alle drei bis fünf Jahre. Bei manchen Sorten kann Mehltau auftreten; ein passender Standort und ausreichend Platz zwischen den Pflanzen helfen bei der Pflege.

Sorte auswählen

Herbstastern werden wegen ihrer späten Blüte gepflanzt. Die Farben reichen je nach Sorte von Weiß über Rosa bis zu kräftigem Violett. Einzelne, offen gebaute Blüten sind für bestäubende Insekten gut erreichbar. Auf dem Foto stehen einfache und stärker gefüllte Blüten dicht beieinander; für Insekten sind die offenen Blüten mit sichtbarer Mitte die bessere Wahl.

Fürs Beet lohnt sich vor allem eine Sorte, deren Höhe und Blütezeit zu deinem Platz passen. Bei offenen Blüten können Insekten die Mitte leichter erreichen.

Weitere Einsatzmöglichkeiten

Du kannst Herbstastern als blühende Stauden im Beet lassen oder einzelne Stiele für die Vase schneiden.

Kein Pflanzenteil der Herbstastern hat eine belegte Heilanwendung. Im Garten nutzt du die blühenden Stiele und den Wurzelstock.

Verwendete Pflanzenteile

  • Blühende Stiele für die Vase
  • Wurzelstock zum Teilen und Vermehren

Botanische und volkstümliche Namen

  • Gartenname: Aster, Herbstaster oder Garten-Herbstaster
  • Botanische Zuordnung: je nach Sorte zum Beispiel Symphyotrichum oder Aster; die Art des abgebildeten Exemplars ist offen
  • Familie: Korbblütler (Asteraceae)
  • Häufige Arten im Garten: Neubelgische Aster (Symphyotrichum novi-belgii) und Neuenglische Aster (Symphyotrichum novae-angliae)

Ein bekanntes Beispiel ist die Glattblattaster, Symphyotrichum novi-belgii. Sie hieß früher Aster novi-belgii. Das ist ein Beispiel für die Namensänderung, keine Bestimmung der Pflanze auf dem Foto.

Verwechslung möglich?

Arten, Kreuzungen und Sorten der Herbstastern sind selbst für Fachleute schwer auseinanderzuhalten. Ähnlich sehen auch das Einjährige Berufkraut mit sehr schmalen weißen oder lila Zungenblüten und die heimische Berg-Aster (Aster amellus) mit blaulila Blüten aus. Die Berg-Aster ist nach der Bundesartenschutzverordnung besonders geschützt. Lass sie in der Natur stehen.

Schau beim Kauf auf das Pflanzenschild. Dort sollten botanischer Name, Sorte, Wuchshöhe und Standort stehen. Das hilft dir mehr als die pauschale Bezeichnung „Aster“.

Wichtige Inhaltsstoffgruppen

Für die Gartensorten gibt es keine Angaben zu Inhaltsstoffen, aus denen sich eine Anwendung ableiten ließe. Info Flora weist darauf hin, dass Astern erhöhte Mengen an Selen enthalten können. Vergiftungen sind bisher nur bei Weidetieren beschrieben.

Traditionelle Verwendung

Für Herbstastern gibt es keine Monografie der Europäischen Arzneimittel-Agentur, und im Arzneipflanzenlexikon kommen sie nicht vor. Eine traditionelle Verwendung in der europäischen Pflanzenheilkunde ist damit nicht belegt.

Einen belegten medizinischen Einsatz für die hier gezeigte Gartenaster gibt es nicht. Rückschlüsse von anderen Korbblütlern, etwa Kamille oder Ringelblume, wären fachlich falsch.

  • Die Pflanzen auf dem Foto sind als Zierpflanzen beschrieben. Für einen Tee, eine Tinktur oder eine Hautanwendung fehlt eine sichere Artenbestimmung und eine belegte Anwendung.
  • Wenn du eine Kontaktallergie gegen Korbblütler hast, trag beim Schneiden Handschuhe und vermeide direkten Hautkontakt.
  • Die Pflegehinweise gelten für mehrjährige Garten-Herbstastern. Einjährige Sommerastern brauchen eine andere Kultur und werden jedes Jahr neu ausgesät.
  • Verfüttere Astern nicht an Tiere. Sie gelten wegen ihres möglichen Selengehalts nicht als Futterpflanze.

Die Neubelgische Herbstaster steht beim Bundesamt für Naturschutz auf der Schwarzen Liste invasiver Arten. Sie breitet sich über Samen und unterirdische Ausläufer aus und kann an Flussufern und in Feuchtwiesen heimische Pflanzen verdrängen. Wirf Wurzelstücke und Schnittgut deshalb nie in die Landschaft. In der Schweiz dürfen Neubelgische Astern nicht mehr verkauft werden.

Hinweis:
Die im Garten oft verwendeten Namen „Aster“ und „Herbstaster“ bezeichnen mehrere Arten und Sorten. Medizinische Angaben lassen sich deshalb nicht von einem Namen auf die abgebildete Pflanze übertragen.

Hinweis:
Traditionelle Anwendungen beruhen auf Erfahrung und ersetzen keine medizinische Diagnose oder Behandlung.

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Berg-Aster fürs Beet

Eine heimische Herbstaster mit blaulila Blüten. Kauf sie in der Gärtnerei und grab sie nie in der Natur aus.

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Diese drei Steckbriefe zeigen weitere Blütenpflanzen für den Garten. Jede hat ihre eigene Artbestimmung und Verwendung.

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Ringelblume

Die orangefarbenen Blüten gehören zu einer anderen Gattung der Korbblütler.

Dalmatiner Glockenblume

Die niedrige Glockenblume passt an Mauern und in Steingärten.

Hinweis:
Ähnliche Blüten bedeuten nicht, dass Pflanzen gleich verwendet werden können.

Die Gartenhinweise folgen der RHS. Info Flora und das Bundesamt für Naturschutz beschreiben Herkunft, Namen und Ausbreitung der Neubelgischen Astern. Den Schutz der Berg-Aster regelt die Bundesartenschutzverordnung, und DermNet erläutert Kontaktallergien bei Korbblütlern.

Weiterführend

Alle Heilkräuter Steckbriefe auf einen Blick

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