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Heilkräuter-Steckbriefe

Borretsch (Borago officinalis)

Blaue Borretschblüten bringen Farbe in den Salat. Die Pflanze kann Pyrrolizidinalkaloide enthalten; als Heiltee eignet sie sich nicht.

Inhalt

Artikelinhalt

Kurz und gut

Botanischer Name

Borago officinalis

Familie

Raublattgewächse

Profil

Küchenkraut mit Pyrrolizidinalkaloiden


Besonders bekannt für: blaue Sternblüten, gurkenähnlicher Geschmack, Bienenpflanze


Für die Küche
Junge Blätter fein gehackt in Kräuterquark oder grüne Soße geben, die blauen Blüten über den Salat streuen. Beides nur selten und sparsam verwenden.


Borretsch ist eine alte Heil- und Gewürzpflanze, die mit ihren leuchtend blauen Blüten jeden Kräutergarten bereichert. Wegen seines frischen, leicht gurkenähnlichen Geschmacks wird er auch häufig Gurkenkraut genannt.

Achtung:
Borretsch bildet Pyrrolizidinalkaloide. Diese Stoffe können die Leber schädigen. Verwende ihn nicht als selbst gemachten Heiltee.

Borretsch ist eine einjährige Heil- und Küchenpflanze aus der Familie der Raublattgewächse. Ursprünglich stammt sie aus dem Mittelmeerraum, wird heute aber in vielen Gärten kultiviert.

Die Pflanze wächst aufrecht und verzweigt sich stark. Typisch sind ihre rau behaarten Blätter und die auffälligen sternförmigen Blüten in leuchtendem Blau. Diese Blüten sind eine wichtige Nahrungsquelle für Bienen und andere Insekten.

In der Volksheilkunde wurde Borretsch früher als „Herzerfreuer“ bezeichnet und vor allem bei Melancholie und Erschöpfung eingesetzt.

Zusammenfassung: Borretsch wurde früher auch bei Erkältungen verwendet. Wegen seiner Pyrrolizidinalkaloide eignet er sich nicht als selbst gemachter Heiltee.


Eine Wirkung bei trockenem Husten ist für Borretsch nicht belegt. Für solche Beschwerden sind andere Pflanzen besser untersucht.

Historische Verwendungen

  • Erkältungen, ohne heutige Empfehlung zur Selbstbehandlung
  • trockener Husten, ohne belegte Wirksamkeit
  • leichte Entzündungen, ohne belegte Wirksamkeit
  • Erschöpfung und Nervosität, ohne belegte Wirksamkeit

Warum kein Borretschtee?

Borretsch bildet Pyrrolizidinalkaloide. Das Bundesinstitut für Risikobewertung rät, die Aufnahme dieser Stoffe möglichst gering zu halten. Bei selbst gesammelten Blättern kennst du den Gehalt nicht. Bereite daraus keinen Heiltee zu.

Dauer der Anwendung

Keine, weil hier kein Heiltee empfohlen wird. Als Küchengewürz verwendest du Borretsch nur selten und sparsam.

Weitere Einsatzmöglichkeiten

  • junge Blätter in Salaten
  • Kräuterquark oder grüne Soße
  • essbare Blüten zur Dekoration
  • Borretschöl aus den Samen für Hautpflege

Beim Borretsch werden vor allem die jungen Blätter und die dekorativen Blüten verwendet.

Verwendete Pflanzenteile

  • Blätter – frisch als Küchenkraut
  • Blüten – essbar und dekorativ
  • Samen – Grundlage für Borretschöl

Botanische und volkstümliche Namen

  • Botanischer Name: Borago officinalis
  • Familie: Raublattgewächse
  • Häufige Namen: Borretsch, Gurkenkraut

Verwechslung möglich?

Borretsch ist durch seine stark behaarten Blätter und die charakteristischen blauen Sternblüten meist leicht zu erkennen.

Borretsch enthält verschiedene Pflanzenstoffe, die für seine traditionelle Nutzung verantwortlich sind.

Wichtige Inhaltsstoffgruppen

  • Schleimstoffe
  • Gerbstoffe
  • Flavonoide
  • ätherische Öle
  • Kieselsäure
  • Gamma-Linolensäure (in den Samen)

Traditionelle Verwendung

In der Volksheilkunde wurde Borretsch früher bei Melancholie, Nervosität und Erkältungen verwendet. Heute ist Borretsch vor allem als Küchenkraut bekannt. Wegen seiner Pyrrolizidinalkaloide ist er kein Kraut für selbst gemachten Heiltee.

Für Borretsch lässt sich keine pauschal unbedenkliche Menge nennen. Entscheidend ist der Gehalt an Pyrrolizidinalkaloiden, den du der Pflanze nicht ansehen kannst.

  • Borretsch gehört zu den Raublattgewächsen, einer der Hauptquellen für Pyrrolizidinalkaloide
  • Diese Stoffe können die Leber schädigen und wirkten im Tierversuch erbgutverändernd, die Aufnahme sollte deshalb so gering wie möglich bleiben
  • Als Küchengewürz nur selten und sparsam verwenden; keinen selbst gemachten Heiltee daraus zubereiten
  • Für Schwangere, Stillende und Kinder nicht geeignet

Hinweis:
Traditionelle Anwendungen beruhen auf Erfahrung und ersetzen keine medizinische Diagnose oder Behandlung.

Borretschöl Kapseln

Bei Borretschöl-Kapseln die Herstellerangaben zu Pyrrolizidinalkaloiden prüfen

Frischer Borretsch im Topf

Ideal für Kräutergarten, Balkon oder Küche

Borretschsamen

Einjähriges Bio-Saatgut für Beet oder Kübel.

Zu diesen Pflanzen findest du eigene Steckbriefe mit Merkmalen, Anwendung und Sicherheitshinweisen.

Kamille

Blüten für Tee, Spülungen und Dampfbäder

Ringelblume

Gartenblume, traditionell als Salbe für die Haut verwendet

Thymian

Kraut für Tee, traditionell bei Husten mit Erkältung verwendet

Hinweis:
Inhalte dienen ausschließlich der Information und ersetzen keine medizinische Beratung.

Die Hinweise zu den Pyrrolizidinalkaloiden stützen sich auf die Bewertungen des Bundesinstituts für Risikobewertung. Dort steht auch, warum die Aufnahme dieser Stoffe so gering wie möglich bleiben sollte.

Weiterführend

Alle Heilkräuter Steckbriefe auf einen Blick

Zur vollständigen Übersicht: alle Steckbriefe mit Wirkung, Anwendung, Erntehinweisen und Rezeptideen.

Über 60 Steckbriefe verfügbar

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