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Heilkräuter-Steckbriefe

Kapstachelbeere (Physalis peruviana)

Im Garten reift die Kapstachelbeere in einer papierigen Hülle. Nur vollreife goldgelbe Beeren sind essbar; Blätter und unreife Früchte bleiben stehen.

Inhalt

Artikelinhalt

Kurz und gut

Botanischer Name

Physalis peruviana

Familie

Nachtschattengewächse (Solanaceae)

Profil

Fruchtpflanze; essbar sind nur die vollreifen Beeren


Besonders bekannt für: goldgelbe Beeren in papierigen Hüllen


Erntehinweis
Öffne die trockene Hülle und prüfe die Beere. Erst wenn sie rundum gelb bis orange ist, gehört sie in die Küche. Die Hülle und grüne Früchte isst du nicht.


Die Kapstachelbeere trägt ihre Früchte wie kleine Pakete in papierigen Hüllen. Im Garten lohnt sich Geduld: Erst wenn die Beere darin goldgelb reif ist, kannst du sie essen.

Achtung:
Iss nur vollreife, gelbe bis orange Beeren. Unreife Früchte sowie Blätter und Stängel können giftig sein. Auch die papierige Hülle gehört nicht auf den Teller. Achte besonders darauf, dass Kinder keine grünen Früchte pflücken.

Die Kapstachelbeere stammt aus Südamerika und gehört zu den Nachtschattengewächsen. Ihre verzweigten Triebe und die weichen Blätter sind behaart. An den gelben Blüten erkennst du die dunkle Mitte.

Nach der Blüte wächst um jede Beere eine grüne Hülle. Bei der Reife wird sie trocken und papierartig; innen färbt sich die Frucht gelb bis orange. Die echte Lampionblume hat dagegen weiße Blüten und später rote Fruchthüllen.

Die Kapstachelbeere ist mehrjährig, verträgt aber keinen Frost. Im Garten wird sie deshalb meist einjährig gezogen.

Zusammenfassung: Die Kapstachelbeere ist eine Fruchtpflanze. In die Küche gehören nur die vollreifen Beeren ohne Hülle.


Für die Kapstachelbeere gibt es keine Monografie der Europäischen Arzneimittel-Agentur. Die Kapstachelbeere ist hier als Lebensmittel beschrieben. Aus Angaben zu ihrer Nutzung in der Küche lässt sich keine medizinische Wirkung ableiten.

Ernte und Zubereitung

Ernte nur vollreife gelbe bis orange Beeren. Die Hülle ist dann trocken und papierartig. Entferne sie, wasche die Beere und iss sie frisch. Auch für Fruchtaufstriche kannst du reife Kapstachelbeeren verwenden.

Grüne, unreife Beeren lässt du an der Pflanze. Aus Blättern, Stängeln oder Hüllen bereitest du keinen Tee und keine Tinktur zu.

Anwendungshäufigkeit

Für eine medizinische Anwendung gibt es hier keine gesicherte Empfehlung.

Dauer der Anwendung

Für Heiltee oder eine Kur gibt es hier keine Anwendungsempfehlung.

Weitere Einsatzmöglichkeiten

  • Fruchtaufstrich und Gelee
  • Soßen und Kuchen
  • getrocknet zum Naschen oder im Müsli

Essbar ist die vollreife Beere ohne ihre Hülle. Blätter, Stängel, Wurzeln, Blüten und unreife Früchte gehören nicht in die Küche.

Verwendete Pflanzenteile

  • vollreife Beeren ohne Hülle

Botanische und volkstümliche Namen

  • Botanischer Name: Physalis peruviana
  • Familie: Nachtschattengewächse (Solanaceae)
  • Häufige Namen: Andenbeere, Kapstachelbeere
  • Wuchsform: verzweigte, frostempfindliche Staude

Verwechslung möglich?

„Physalis“ ist der Name einer ganzen Gattung. Die Kapstachelbeere ist eine ihrer Arten; die rote Lampionblume ist eine andere Pflanze.

Die Beeren werden vor allem als Obst gegessen. Man macht aus ihnen auch Saft, Marmelade und Wein. Eine wissenschaftliche Übersichtsarbeit fasst zusammen, welche Pflanzenstoffe in der Kapstachelbeere gefunden wurden.

Wichtige Inhaltsstoffgruppen

  • Carotinoide
  • Vitamin C und Vitamin E
  • Phenolverbindungen, vor allem Flavonoide
  • Withanolide und Physaline
  • Alkaloide

Traditionelle Verwendung

In der Volksheilkunde mancher Länder, etwa in Kolumbien, Kenia und Indien, werden verschiedene Pflanzenteile verwendet, am häufigsten die Blätter, oft als Abkochung. Klinische Studien dazu gibt es kaum. Blätter und grüne Pflanzenteile gelten als giftig, deshalb ist das hier kein Vorbild zum Nachmachen.

Bei der Kapstachelbeere zählt der Reifegrad. Nur die reife Beere ist als Lebensmittel geeignet. Die übrigen Pflanzenteile können giftig sein.

  • Iss keine grünen oder unreifen Beeren.
  • Entferne die Hülle; auch Blätter, Stängel, Wurzeln und Blüten gehören nicht auf den Teller.
  • Wenn ein Kind unreife Früchte oder Pflanzenteile gegessen hat, frag beim Giftinformationszentrum nach. Bei Beschwerden hol ärztlichen Rat ein.
  • Verwechsle die Kapstachelbeere nicht mit der roten Lampionblume. Die beiden Arten sehen sich in Teilen ähnlich, haben aber unterschiedliche Merkmale.

Hinweis:
Traditionelle Anwendungen beruhen auf Erfahrung und ersetzen keine medizinische Diagnose oder Behandlung.

Getrocknete Bio-Physalis

Getrocknete Kapstachelbeeren zum Naschen oder fürs Müsli.

Saatgut für Kapstachelbeeren

Physalis peruviana für die Aussaat ab Februar. Die Jungpflanzen brauchen später einen warmen, sonnigen Platz.

Jungpflanze Kapstachelbeere

Vorgezogene Pflanze für Kübel oder Beet. Sie mag einen sonnigen Platz und verträgt keinen Frost.

Zu diesen Pflanzen findest du eigene Steckbriefe mit Merkmalen, Anwendung und Sicherheitshinweisen.

Himbeere

Beeren aus dem Garten, Blätter für Tee

Brombeere

Wilde Beeren an Waldrand und Hecke

Haselnuss

Strauch mit Nüssen für die Herbsternte

Hinweis:
Inhalte dienen ausschließlich der Information und ersetzen keine medizinische Beratung.

Die botanischen Merkmale stammen aus den Pflanzenporträts von Kew und der Royal Horticultural Society. Welche Pflanzenteile giftig sind und welche Früchte du essen kannst, beschreibt die Gartenberatung der North Carolina State University. Die Inhaltsstoffe und die Verwendung in der Volksheilkunde fasst eine Übersichtsarbeit zusammen.

Weiterführend

Alle Heilkräuter Steckbriefe auf einen Blick

Zur vollständigen Übersicht: alle Steckbriefe mit Wirkung, Anwendung, Erntehinweisen und Rezeptideen.

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